SC Paderborn gewinnt Klage: Land muss Spielergehalt erstatten

Eine Eckfahne mit dem Logo des SC Paderborn

SC Paderborn gewinnt Klage: Land muss Spielergehalt erstatten

Das Land NRW muss Fußball-Zweitligist SC Paderborn knapp 10.000 Euro für den quarantänebedingten Ausfall eines Spielers bezahlen.

Vor gut einem Jahr mussten einige Spieler des SC Paderborn für zwei Wochen in Quarantäne als Luca Killian sich als erster Bundesligaprofi mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Quarantäne-Training sei kein Homeoffice

Der SCP zahlte in dieser Zeit die Gehälter weiter und forderte mit Verweis auf das Infektionsschutzgesetz eine Erstattung. Dazu wählten die Paderborner exemplarisch einen Spieler aus. Das Land NRW lehnte das ab.

Das Landgericht Münster hat nun geurteilt, dass das Quarantäne-Training nicht als Homeoffice gewertet werden könne und dem Verein damit Recht gegeben. Der Spieler habe weder Joggen gehen, noch das übliche Training in Kleingruppen absolvieren können. Außerdem habe der Arbeitgeber keine Möglichkeit gehabt, das Trainingspensum zu kontrollieren, so das Gericht.

Erste Klage eines Proficlubs

Das Urteil könnte Signalwirkung haben. Paderborn ist der erste deutsche Proficlub, der diese Kostenerstattung eingeklagt hat. Der SCP geht davon aus, dass das Land auch die Zahlung weiterer Gehälter übernehmen muss.

Das Land kann noch Einspruch gegen das Urteils des Landgerichts einlegen.

Stand: 22.04.2021, 18:25