Lügde: Lippes Landrat widerspricht Gutachten zu Polizeiausstattung

Lügde: Lippes Landrat widerspricht Gutachten zu Polizeiausstattung

  • Lippischer Landrat widerspricht Gutachten
  • Axel Lehmann: "Keine Wachen schließen"
  • Gutachten Konsequenz aus dem Fall Lügde

Der Landrat des Kreises Lippe, Axel Lehmann, widerspricht einem Gutachten, das der Kreispolizei eine gute personelle Ausstattung bescheinigt. Die nordhein-westfälische Landesregierung hatte es nach dem Missbrauchs-Skandal von Lügde in Auftrag gegeben, weil der Polizei Lippe bei der Aufarbeitung Fehler unterlaufen waren.

Lehmann will alle Polizeiwachen erhalten

Laut Gutachten bräuchte der Landrat das vorhandene Personal nur besser einzusetzen; er solle deswegen zum Beispiel einige Außenstellen der Polizei schließen. Doch Lehmann weigert sich, sein Argument: Er wolle sicherstellen dass die Polizei präsent sei, gerade nach dem Fall Lügde müsse man Vertrauen in die Behörde wieder stärken. "Deshalb werde ich dem Vorschlag aus dem Organisationsgutachten, Wachen zu reduzieren, nicht folgen," sagte Lehmann dem WDR am Dienstag (07.01.2020).

Zu viele oder zu wenige Polizeibeamte?

Das Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste hatte im Auftrag der NRW-Landesregierung das Gutachten erarbeitet. Die Gewerkschaft der Polizei stellte den darin berechneten Personalschlüssel in Frage.

Stand: 07.01.2020, 17:16

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