Kurzarbeit bei Deutschen Edelstahlwerken

Deutsche Edelstahlwerke mit Kurzarbeit 00:48 Min. Verfügbar bis 13.11.2020

Kurzarbeit bei Deutschen Edelstahlwerken

  • Umsatzeinbruch bei Deutschen Edelstahlwerken
  • Kurzarbeit und Personalabbau die Folge
  • Nachfrage fast um die Hälfte eingebrochen

Die Deutschen Edelstahlwerke haben mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen - auch am zweitgrößten Standort in Siegen. Insgesamt sind die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast die Hälfte gesunken.

Dass schon seit September wegen der fehlenden Nachfrage an allen DEW-Standorten Kurzarbeit stattfindet, wurde erst am Dienstag (12.11.2019) öffentlich bekannt.

Kurzarbeit die Folge

In fünf Städten in Nordrhein-Westfalen gibt es einen 5-Jahres-Plan, mit dem bei den Deutschen Edelstahlwerken Personal reduziert werden soll. Hagen, Witten, Hattingen, Krefeld und auch Siegen sind betroffen. 250 Leiharbeiter wurden bereits entlassen.

Ob dieser Prozess durch den Umsatzeinbruch nun schneller stattfinde, wolle man erst "mit den Betriebsräten besprechen", schreibt Marion Goebels, Pressesprecherin der deutschen Stahlwerke.

Auswirkungen am Standort Siegen

In der Oberen Kaiserstraße am Standort Siegen-Geisweid bedeutet das für die Mitarbeiter konkret: Drei bis fünf Tage im Monat bleiben die Mitarbeiter zu Hause. Das Gehalt wurde um etwa 60 Euro Netto gekürzt.

Aufschwung erwartet

Die Gründe für den Umsatzeinbruch seien vor allem, dass weniger Autos produziert werden und auch die Nachfrage im Maschinenbau fehle - zwei wichtige Bereiche in der Stahlindustrie.

Für 2020 hofft man auf eine Erholung. Ob die wirklich eintritt, ist fraglich.

Stand: 13.11.2019, 16:59