Demonstration in Münster für humane Flüchtlingspolitik

Eine Gruppe von Menschen unter einem Banner

Demonstration in Münster für humane Flüchtlingspolitik

  • Hunderte Menschen gehen auf die Straße
  • Solidarität mit Flüchtlingen
  • "Nationalismus ist keine Alternative"

"Wir sind fassungslos und wütend", so Judith Beifuß, die Sprecherin der Gruppe Eklat aus Münster. Die Verriegelung der Festung Europa erreiche ein neues erschreckendes Maß. Hintergrund sind die Zustände an der türkisch-griechischen Grenze. Seit Tagen werden dort Menschen auch gewaltsam davon abgehalten, nach Europa zu flüchten.

Mehrere Menschenrechtsgruppen demonstrieren

In Münster haben am Dienstag (03.03.202) mehrere Menschenrechtsgruppen, unter anderem auch die Seebrücke zur Demonstration aufgerufen. Sie kritisieren die europäische Außenpolitik. Anstatt den Betroffenen zu helfen, würden die EU-Staaten schweigen oder Griechenland Hilfe für den Grenzschutz zusichern. Hierdurch würden Menschen sterben.

Viel Solidarität verschiedener Gruppen

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern

Demo auf Münsters Prinzipalmarkt

Auch die Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster zeigt sich solidarisch und fordert konkrete Hilfe gerade für die Kinder im Aufnahmelager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. In diesem Lager leben derzeit über 17.000 Menschen, ausgelegt sei es aber nur für 3.000. Die Zustände bezeichnet die Ärztekammer als unhaltbar.

Die katholischen Kirchenkritikerinnen der Aktion Maria 2.0 in Münster wünschen sich Unterstützung von den Bischöfen. Anlässlich der Bischofskonferenz sollen sie Politik und Gemeinden aufrufen, den Menschen zu helfen.

Zahlreiche Kommunen, darunter auch Münster, haben sich zur Aufnahme bereit erklärt. Hierfür müsse aber politisch der Weg geebnet werden.

Stand: 03.03.2020, 20:57