Kultur gegen Leerstand in Lüdenscheid

Eine Frau fotografiert ein Geschäft, ein Mann schaut zu

Kultur gegen Leerstand in Lüdenscheid

  • Lüdenscheider Altstadt wird Viertel für Kultur und Bildung
  • Stadt investiert mehr als 19 Millionen Euro in Sanierung
  • Leerstehende Geschäfte werden zu Ateliers

Zwei leerstehende Läden in der Lüdenscheider Altstadt sind am Montag (08.04.2019) zu Ateliers geworden. Studierende für Kommunikationsdesign und Fotografie der privaten Hochschule in Iserlohn wollen eine Woche lang Ideen entwickeln, wie der historische Kern Lüdenscheids lebendiger werden kann.

Gesucht werden Ideen mit Strahlkraft über Lüdenscheid hinaus, sagt Ubbo Kügler, Professor für Kommunikationsdesign, und betont dazu: "Strahlkraft ist wahrscheinlich das richtige Wort. Man würde wahrscheinlich mit Licht arbeiten, denn Lüdenscheid nennt sich ja auch selber Stadt des Lichtes."

Bürger dürfen sich einbringen

Eine Studentin möchte graue Fassaden bunt gestalten - mit viel Grün, Figuren und aufgemalten Lianen, die aus den Fenstern wachsen. Die anderen überlegen noch.

Am Freitag (12.04.2019) wollen die Studierenden in einer Ausstellung ihre Ideen präsentieren. Bis dahin dürfen die Lüdenscheider gerne in den Ateliers vorbeischauen und mit diskutieren.

Nicht nur neue Läden sollen her

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Der Workshop der Hochschule gehört zur Planung für die Altstadt-Sanierung. Die Stadt Lüdenscheid will in dem Viertel Kultur und Bildung konzentrieren - mit Volkshochschule und Musikschule, privaten Theatern und Galerien.

Mehr als 19 Millionen Euro werden in den Umbau fließen. Das Konzept: Leerstand nicht nur mit Geschäften, sondern auch mit kulturellen Angeboten, Dienstleistungen und Gastronomie füllen.

Stand: 09.04.2019, 07:42