Lebenslang für syrischen Milizenführer gefordert

Zerstörung in Homs, Syrien

Lebenslang für syrischen Milizenführer gefordert

Ein mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrecher muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Der Mann war vor zwei Jahren in Münster festgenommen worden.

Der 43-Jährige steht seit Mai 2017 in Düsseldorf vor Gericht, dort hat die Bundesanwaltschaft am Donnerstag (20.09.2018) eine lebenslange Haftstrafe für ihn gefordert. Außerdem plädierte sie dafür, die besonders schwere Schuld des Mannes festzustellen. Der Milizenführer soll im syrischen Bürgerkrieg in Aleppo zahlreiche Menschen gefoltert und sich später nach Deutschland abgesetzt haben.

In Münster hatte ein Folteropfer seinen früheren Peiniger wiedererkannt. Im April 2016 nahm eine Spezialeinheit den Verdächtigen fest. Das Urteil will das Oberlandesgericht am Montag (24.09.2018) verkünden. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag.

Stand: 21.09.2018, 08:02

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