Kreis Steinfurt entwickelt Strategien für Wasserstoff-Mobilität

Das Bild zeigt ein E-Auto an einer Ladestation.

Kreis Steinfurt entwickelt Strategien für Wasserstoff-Mobilität

  • Experten arbeiten an Projekten
  • Kreis will bis 2050 energieautark sein
  • Wasserstofferzeugung über Windkraft

Für die Projekte rund um die Wasserstoffmobilität erhält der Kreis 430.000 Euro vom Wirtschaftsminsterium. Am Dienstag (29.10.2019) wurden die Experten vorgestellt, die für die weitere Umsetzung zuständig sind. Die Fachleute kommen aus Unternehmen und der Wissenschaft.

Bis Mai 2020 haben sie Zeit, um eine regionale Strategie für die Wasserstoff-Mobilität in der Region zu entwickeln. "Die Technik haben wir bereits, jetzt geht es darum, Möglichkeiten zu schaffen, damit Unternehmen auch Fahrzeuge mit Brennstoffzellen ausprobieren," sagte Andreas Hübner, einer der Ingeneure aus Steinfurt.

Windkraft soll Wasserstoff erzeugen

Der Kreis Steinfurt will bis 2050 energieautark werden. Schon zur Jahrtausendwende wurden im Kreis viele Windräder aufgestellt. Fast alle mit Bürgerbeteiligung.

Blauer Zug im Grünen.

Zug mit Wasserstoffantrieb wird bei Tecklenburg getestet

Da im kommenden Jahr die EEG-Förderung wegfällt, die Windräder aber noch bis zu 15 Jahre weiterlaufen können, will der Kreis sie nun nutzen, um grünen Wasserstoff zu erzeugen. 5 Standorte werden geprüft, ob sich dort das Aufstellen sogenannter Elekrolyseure lohnt. Der spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Im Bioenergiepark in Saerbeck werden solche Geräte bereits getestet.

Test mit Wasserstoffzug

Mit dem erzeugten "grünen" Wasserstoff sollen dann vor allem Nutzfahrzeuge wie Müllwagen oder Landwirtschaftliche Maschinen, LKW, Busse oder Züge angetrieben werden. Am Wochenende wurde auf der Tecklenburger Nordbahn-Strecke sogar ein Wasserstoffzug getestet.

Stand: 29.10.2019, 17:50