Maskenpflicht: Strafe für zwei Ärzte wegen falscher Atteste

Eine Maske liegt auf dem Boden

Maskenpflicht: Strafe für zwei Ärzte wegen falscher Atteste

Weil sie falsche Atteste zur Maskenbefreiung ausgestellt haben, müssen zwei Paderborner Ärzte eine Geldstrafe zahlen. Im Gegenzug wird das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei drei Attesten einer Ärztin und einem Attest eines weiteren Arztes begründete Zweifel, ob vor dem Ausstellen eine genauere Untersuchung des Patienten stattgefunden hatte.

Deshalb müssen die beiden Mediziner nun zahlen. Im Gegenzug werden die Verfahren gegen sie eingestellt.

Atteste bei Corona-Demo beschlagnahmt

Im vergangenen Jahr hatten in Paderborn immer wieder Gegner von Corona-Maßnahmen protestiert - oft auch ohne Mund-Nasen-Schutz. Einige mutmaßlich falsche Atteste waren im vergangenen Jahr bei den Demonstrationen in Paderborn beschlagnahmt worden.

In insgesamt 46 Fällen hatte die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt, weil bei Demonstrationen immer wieder Menschen Atteste zweifelhaften Ursprungs vorgezeigt hatten.

Die meisten Verfahren wurden wegen Geringfügigkeit eingestellt. Gegen einen weiteren Arzt wird aber noch ermittelt.

Mehrere Verfahren wegen falscher Atteste

Neben den Verdächtigen aus dem Kreis Paderborn liefen auch mehrere Verfahren gegen Ärzte aus anderen Kreisen in der Region, zum Beispiel dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Minden-Lübbecke. Dafür sind aber andere Ermittlungsbehörden zuständig.

In den sozialen Netzwerken hatten einige Ärzte ihre Patienten über soziale Medien aufgefordert, die Atteste nicht mehr zu nutzen, um so einer möglichen Strafe zu entgehen.

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Stand: 24.06.2021, 14:47