Kreis Lippe wehrt sich gegen Vorwürfe im Lügde-Ausschuss

Untersuchungsausschuss Lügde: Die ersten Zeugenaussagen

Kreis Lippe wehrt sich gegen Vorwürfe im Lügde-Ausschuss

  • Mitarbeiterin behauptet, bedrängt worden zu sein
  • Kreis Lippe widerspricht
  • Keine Konsequenzen

Der Kreis widerspricht den Anschuldigungen im Untersuchungsausschuss des Landtages zum massenhaften Kindesmissbrauch in Lügde. Am Montag (11.05.2020) hatte der Ausschuss seine Arbeit wieder aufgenommen. Eine Mitarbeiterin des Jobcenters hatte dort ausgesagt, dass der Leiter des Jugendamt-Büros Blomberg sie im Jahr 2016 gedrängt habe, trotz ihrer Hinweise zum Missbrauch nichts weiter zu unternehmen.

Landrat: "Aussage gegen Aussage"

Der Leiter des Regionalbüros ist weiter im Dienst. Landrat Axel Lehmann (SPD) erklärte in einer Pressemitteilung, dass der Mitarbeiter den Angaben der Kollegin vom Jobcenter widerspreche. Und da Aussage gegen Aussage stehe, seien gegen den Mann keine arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet worden. Im Übrigen habe die Verwaltung erst 2019 von den Vorwürfen gegen den Leiter des Regionalbüros erfahren.

Akten werden noch anonymisiert

Weiter sicherte Landrat Lehmann zu: Dem Unterschungsausschuss würden die noch benötigten Akten mit den anonymisierten Namen der Betroffenen zugeleitet.

Stand: 13.05.2020, 15:02

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