Wegen hoher Inzidenzen: Kreis Herford plant strenge Regeln

Eine Maske liegt auf dem Boden in der leeren Innenstadt.

Wegen hoher Inzidenzen: Kreis Herford plant strenge Regeln

Im Kreis Herford liegt der Inzidenzwert am Montag bei 212,3. Jetzt haben sich Bürgermeister und Landrat auf strenge Maßnahmen geeinigt, wenn die Zahl der Neuinfektionen weiter steigt.

Nachdem am Wochenende die Inzidenzzahl im Kreis Herford über die Marke von 200 gestiegen ist, haben sich die Bügermeister und der Landrat am Montag zu einer Videokonferenz getroffen. Dabei haben sie sich auf Maßnahmen geeinigt, die greifen sollen, wenn der Inzidenzwert weiter über 200 bleibt.

Maskenpflicht in Autos und Betrieben geplant

Dazu gehört das Verbot von Präsenzgottesdiensten, eine nächtliche Ausgangsbeschränkung und eine Begrenzung der Kundenzahl auf Verkaufsflächen. Außerdem soll dann eine Maskenpflicht in Privatfahrzeugen für Menschen kommen, die in verschiedenen Haushalten leben. Gleiches gilt für Angestellte, die in geschlossenen Räumen zusammenarbeiten.
Ab einer Inzidenz von 350 sollen weitere Einschränkungen auch im privaten Raum kommen.

Die Stadtoberhäupter und der Landrat sind sich bei den beschlossenen Maßnahmen einig: „Wir setzen auf kreisweit einheitliche und damit übersichtliche Regelungen. Der Kreis Herford ist außerdem sehr dicht besiedelt, die Kommunen gehen ineinander über, da machen kommunenbegrenzte Regelungen kaum Sinn“, erläutert Müller.

Lob an Evangelische Kirche

Lobend heben die Politiker die evangelische Kirche hervor. DIe hatte schon in der vergangenen Woche beschlossen, dass keine Präsensgottesdienste stattfinden sollen. Für weitere Absprachen vor Weihnachten möchten sich die Bürgermeister und der Landrat erneut treffen.

Am Dienstag hatte bereits der Kreis Minden-Lübbecke beschlossen, eine Ausgangsbeschränkung und eine Regulierung von privaten Treffen ab dem 23. Dezember einzuführen. Ähnliche Maßnahmen gelten im Kreis Lippe bereits seit der vergangenen Woche.

Stand: 21.12.2020, 19:54