Ausgangsbeschränkungen im Kreis Gütersloh

Weil die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh dauerhaft über 200 liegt, gelten dort jetzt strengere Regeln. Am Montag wurde die Allgemeinverfügung noch einmal aktualisiert.

Landrat Sven-Georg Adenauer hätte keine andere Möglichkeit mehr gesehen, um die Bevölkerung zu schützen, hieß es in der Mitteilung des Kreises. Seit Heiligabend sei an einer Allgemeinverfügung gearbeitet worden, die ab Montagmittag um 12 Uhr bis zum 10. Januar gilt. Am Montag wurde die Verfügung dann noch einmal in einigen Punkten konkretisiert.

Ausgangsbeschränkungen in der Nacht

Zwischen 22 und 5 Uhr darf man sich nur aus gewichtigen Gründen außerhalb einer Wohnung aufhalten. In der ersten Fassung der Verfügung war noch die Rede von der eigenen Wohnung. Eine Ausnahme für Silvester werde es nicht geben, so der Kreis.

Die Allgemeinverfügung nennt als Gründe "unaufschiebbare Inanspruchnahmen medizinischer oder veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, Begleitung Sterbender, Handlungen zur Versorgung von Tieren oder ähnliche gewichtige und unabweisbare Gründe."

Reduzierung von Kontakten

Private Treffen sollen im Kreis Gütersloh auf zwei Hausstände mit maximal fünf Personen reduziert werden. Ausgenommen davon sind Kinder bis 14 Jahren.

Erweiterte Maskenpflicht in Heimen, am Arbeitsplatz und in Autos

In geschlossenen Räumen in Betrieben müssen Alltagsmasken getragen werden, wenn der Mindestabstrand von 1,5 Metern unterschritten wird. In der ersten Fassung war noch die Rede von zwei Metern.

In Senioreneinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Asylbewerberheimen und Obdachlosenunterkünften muss ab Montag dauerhaft eine FFP2-Maske oder eine KN95 Maske getragen werden. Ausgenommen davon sind Tätigkeiten, die alleine isoliert von anderen erfolgen.

Auch in Fahrgemeinschaften sollen diese Masken getragen werden, wenn Menschen aus verschiedenen Haushalten zusammen im Auto sitzen. Nur für Fahrer, die eine Brille tragen, gilt das nicht. Auch Kinder im Schulalter sollen eine Alltagsmaske tragen.

Von Gottesdiensten wird abgeraten

Der Kreis Gütersloh appelliert an alle Kirchen und Religionsgemeinschaften, bis zum 10. Januar auf Gottesdienste in Präsenz zu verzichten. Falls eine Kirche sich doch dazu entscheidet, muss die die Anzahl der Teilnehmer um weitere 30 Prozent reduziert werden. Außerdem dürfen Gottesdienste in geschlossenen Räumen maximal 45 Minuten lang sein.