Kranke scheuen Ärzte - aus Angst vor Corona

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Kranke scheuen Ärzte - aus Angst vor Corona

  • Ernsthaft Kranke gehen nicht in Kiniken
  • Aufschub verschlimmert viele Erkrankungen
  • Ärzte mahnen: bei Schmerzen sofort handeln

Kliniken in Südwestfalen schlagen Alarm: Aus Angst vor dem Corona-Virus gehen etliche Schwerkranke viel zu spät zum Arzt und ins Krankenhaus. Die Ärzte können sie dann nicht mehr heilen. Das Klinikum Hochsauerland berichtet etwa von einem Patienten, der deshalb jetzt querschnittsgelähmt ist.

Eine Krebserkrankung hat die Querschnittslähmung verursacht. Sie wurde nicht rechtzeitig behandelt. Ein drastisches Beispiel, aber nicht das einzige: Auch zu den Gefäßchirurgen der Klinik kämen seit Beginn der Coronakrise immer wieder Kranke, die längst hätten behandelt werden müssen. In einigen Fällen seien die Gefäßverschlüsse so dramatisch, dass die Ärzte beispielsweise Zehen amputieren mussten.

Auch Vorsorgetermine sind möglich

Ärzte und auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe mahnen: Bei Schmerzen sollten Patienten unbedingt sofort zum Arzt oder in die Klinik kommen. Sogar Vorsorgeuntersuchungen und andere aufschiebbare Termine seien inzwischen trotz Corona wieder möglich.

Stand: 12.05.2020, 11:47