Zwei Tote bei Kleinflugzeug-Absturz im Münsterland

Zwei Tote bei Kleinflugzeug-Absturz im Münsterland

  • Pilot und Co-Pilot tot
  • Trainingsflug-Landung missglückt
  • Flughafen Münster/Osnabrück 9 Stunden gesperrt

Nach Angaben der Flughafenleitung saßen zwei Menschen in der Maschine, ein 64-jähriger Mann aus den Niederlanden und ein 59-Jähriger aus Recklinghausen. Sie waren im niederländischen Lelystad gestartet und hatten sich auf einem so genannten Check-Flug befunden. Bei solchen Flügen müssen die Piloten bestimmte Manöver absolvieren, um die Verlängerung ihrer Fluglizenz zu bekommen.

Landebahn verfehlt

Auf der Landebahn eines Flughafens stehen Einsatztfahrzeuge der Feuerwehr und Polizei

Ein Sprecher der Bezirksregierung Münster als Luftaufsichtsbehörde bestätigte, dass bereits der erste Landeanflug scheiterte. Die Maschine war neben der Landebahn aufgekommen und schließlich auf dem Rücken liegend liegen geblieben.

Suche nach der Unglücksursache

Experten des Luftfahrbundesamtes aus Braunschweig untersuchten am Donnerstagnachmittag (09.08.2018) das verunglückte Flugzeug vom Typ Beech G58 zunächst am Flughafen. Warum die Maschine die Landebahn verfehlte, ist unklar. Die Suche nach der genauen Unglücksursache ist schwierig, denn Flugschreiber oder Voicerecorder gibt es bei solchen Kleinflugzeugen nicht.

Flugbetrieb wieder normal

Der Flughafen Münster-Osnabrück musste wegen des Absturzes seinen Flugbetrieb für neun Stunden einstellen, geplante Flüge wurden umgeleitet oder annuliert. Am Abend lief am Flughafen alles wieder normal.

Stand: 10.08.2018, 16:37