Verwaltungsgericht Arnsberg: Wisent-Vertrag ist rechtens

Der Wisentstreit und die Menschen 04:23 Min. Verfügbar bis 18.02.2020

Verwaltungsgericht Arnsberg: Wisent-Vertrag ist rechtens

  • Klage von vier Waldbauern in Arnsberg abgewiesen
  • Vertrag nicht ursächlich für Baumschäden
  • Berufung gegen Verwaltungsgerichtsurteil möglich

Der Vertrag zur Freisetzung der Wisente im Rothaargebirge ist rechtens. Das hat das Verwaltungsgericht Arnsberg entschieden. Vier Waldbauern aus Lennestadt und Kirchhundem waren gegen die Vereinbarung aus dem Jahr 2013 vor Gericht gezogen, weil die Tiere auf ihren Grundstücken Bäume schädigen.

Mehrere Menschen sitzen auf dem Plenum des Verwaltungsgerichts Arnsberg, im Vordergrund Publikum

Wisent-Prozess vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg

Ursache dafür sei aber nicht in erster Linie der Vertragsabschluss zwischen Behörden und dem Trägerverein des Wisentprojekts, so die Verwaltungsrichter in ihrem Urteil. Die Waldbauern können gegen das Urteil in Berufung gehen.

In dem Vertrag werden Umfang und Ziele der Freisetzung beschrieben - etwa, dass sich das Projektgebiet auf den Wald der Wittgenstein'schen Rentkammer erstreckt und die Tiere während der Freisetzungsphase nicht herrenlos, sondern Eigentum des Wisentvereins sind.

Wisente verlassen Projektgebiet

Allerdings verlassen die Tiere das Projektgebiet und schälen Bäume von Sauerländer Waldbauern. Die waren aber am öffentlich-rechtlichen Vertrag nicht beteiligt.

Fotograf nahe an Wisent auf verschneiter Wiese

Die Wisente wurden schon nahe Schmallenberg gesichtet

Die Zukunft der einzigen freilebenden Wisent-Herde Deutschlands ist seit Jahren ungeklärt. 2013 waren die ersten acht der mächtigen Wildtiere im Rothaargebirge ausgesetzt worden.

Der Ärger von Waldbauern über Schälschäden ist seitdem gewachsen. Auch der Bundesgerichtshof muss in einem laufenden Verfahren zwischen Waldbauern und Wisent-Verein noch sein Urteil sprechen.

Klage gegen Wisentvertrag 00:52 Min. Verfügbar bis 11.02.2020

Stand: 18.02.2019, 15:00