Sauerländer Waldbauern klagen gegen Wisent-Vertrag

Mehrere Menschen sitzen auf dem Plenum des Verwaltungsgerichts Arnsberg, im Vordergrund Publikum

Sauerländer Waldbauern klagen gegen Wisent-Vertrag

  • Wisent-Projekt erneut vor Gericht
  • Sauerländer Waldbauern prozessieren
  • Entscheidung wird schriftlich mitgeteilt

Am Verwaltungsgericht Arnsberg hat am Montag (11.02.2019) ein weiterer Prozess wegen der frei lebenden Wisente am Rothaarsteig begonnen. Sauerländer Waldbauern klagen gegen den öffentlich-rechtlichen Vertrag.

Der Vertrag wurde zwischen Behörden und dem Trägerverein des Wisentprojekts geschlossen. Darin werden Umfang und Ziele beschrieben - etwa, dass sich das Projektgebiet auf den Wald der Wittgenstein'schen Rentkammer erstreckt und die Tiere während der Freisetzungsphase nicht herrenlos, sondern Eigentum des Wisentvereins sind.

Wisente verlassen Projektgebiet

Fotograf nahe an Wisent auf verschneiter Wiese

Die Wisente wurden schon nahe Schmallenberg gesichtet

Allerdings verlassen die Tiere das Projektgebiet und schälen Bäume von Sauerländer Waldbauern. Die waren aber am öffentlich-rechtlichen Vertrag nicht beteiligt.

Eine Entscheidung wurde am Montag noch nicht gefällt: Nach der mündlichen Verhandlung wollen die Richter ihre Entscheidung den Streitparteien in den kommenden Wochen schriftlich mitteilen.

Die Zukunft der einzigen freilebenden Wisent-Herde Deutschlands ist seit Jahren ungeklärt. 2013 waren die ersten acht der mächtigen Wildtiere im Rothaargebirge ausgesetzt worden. Der Ärger von Waldbauern über Schälschäden ist seitdem gewachsen. Auch der Bundesgerichtshof muss in einem laufenden Verfahren zwischen Waldbauern und Wisent-Verein noch sein Urteil sprechen.

Stand: 11.02.2019, 17:25