Gericht lehnt großen Schweinestall in Ibbenbüren ab

Schweine stehen in ihrem Stall in einem Mastbetrieb

Gericht lehnt großen Schweinestall in Ibbenbüren ab

  • Landwirt darf keinen großen Schweinestall bauen
  • Verwaltungsgericht Münster hat entschieden
  • Berufung des Landwirtes noch ungewiss

Ein Landwirt aus Ibbenbüren darf einen geplanten Schweinestall für knapp 1500 Tiere in der Nähe seines Hofes nicht bauen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag (07.12.2017) entschieden.

Stadt hatte Baurecht verweigert

Der Landwirt hatte vor dem Verwaltungsgericht gegen die Stadt Ibbenbüren geklagt. Sie hatte ihm das Baurecht für den Schweinestall verweigert, weil die Umweltverträglichkeitsprüfung fehlte.

Im Prozess am Donnerstag (07.12.2017) erklärte der Anwalt des Landwirtes, dass sich dieser mit dem Bau des Schweinestalls samt Futtersilos und Güllebehältern von seinen Eltern unabhängig machen wollte.

Berufung noch ungewiss

Das Gericht dagegen ging bei dem Stallbau von einem Familienprojekt aus. Der Betrieb hat in der Nähe noch weitere Schweineställe. Mit dem neuen Stall hätte der Betrieb so viele Tiere, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung nötig wäre. Diese wurde aber nicht gemacht. Ob der Bauer in Berufung geht, ist noch ungewiss.

Widerstand vor Ort

Gegen den Stall gibt es auch Widerstand vor Ort. Eine Bürgerinitative in Uffeln-Mitte befürchtet durch einen neuen, großen Stall noch mehr Gestank, mehr Lkw-Verkehr und multiresistente Keime.

Stand: 07.12.2017, 13:45