Tierquälerei: Unbekannte töten Hühnerküken

Kinder, die vor dem Grab eines Kükens stehen und hocken.

Tierquälerei: Unbekannte töten Hühnerküken

Auf dem Gelände der Kita St. Mariä Himmelfahrt in Greven haben Unbekannte mehrere Hühnerküken getötet. Die Tiere hatten dort erst seit wenigen Wochen gelebt.

Die Kinder sitzen fassungslos vor der selbstgemachten und mit Blumen geschmückten Gedenkstätte. Sie hatten vor vier Wochen beobachtet, wie die Küken geschlüpft sind. Jetzt sieht man nur in traurige Gesichter. Auf die Frage, wer das gemacht haben könnte, zuckt ein Mädchen nur traurig die Schultern: „Wissen wir nicht.“

Keiner hat etwas bemerkt

Wütend und entsetzt ist Sandra Janssen. Die Kita-Leiterin hat natürlich die Polizei eingeschaltet, doch die Chancen auf Aufklärung stünden schlecht, heißt es dort. Auch die Kita-Kinder haben versucht, auf dem Gelände Spuren zu finden. Bei allen Nachbarn im Wohngebiet hatten sie geklingelt. Aber auch hier Fehlanzeige: Niemand hat etwas gesehen oder gehört.

Es ist für alle unfassbar

Erzieherinnen tragen den Küken-Kasten in das Kita-Gebäude.

Erstmals Küken ausgebrütet gemeinsam mit den Kita-Kindern

Die Kita St. Mariä Himmelfahrt ist eine der ersten Klima-Kitas in NRW. Hier wird großer Wert auf naturnahe Erziehung gelegt. Umso schlimmer empfindet Sandra Janssen die Tierqälerei: „Es ist furchtbar traurig. Wir vermitteln den Kindern hier, dass jeder Mensch, jedes Tier das gleiche Recht hat, auf dieser Welt zu leben. Jetzt müssen die Kinder die Erfahrung machen,  dass es Menschen gibt, denen das Leben anderer Wesen egal ist.“ Das versuchen Erzieherinnen jetzt zu erklären und mit den Kindern aufzuarbeiten.

Videoüberwachung geplant

Folge des traurigen Ereignisses: Die Zugänge werden in Zukunft videoüberwacht. „Schlimm,“ findet es die Kia-Leiterin, „in einer Kita geht das eigentlich gar nicht.“ Aber das sich solch ein Vorfall wiederholt, will in Greven eben auch niemand.

Stand: 14.07.2021, 16:22

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