Kinderstationen im Münsterland überlastet

Viele Kinderkrankenhäuser an ihrer Kapazitätsgrenze Lokalzeit Münsterland 13.02.2019 03:09 Min. Verfügbar bis 13.02.2020 WDR Von Hannah Meloh

Kinderstationen im Münsterland überlastet

Von Melanie Weyand

  • Viele Stationen komplett belegt
  • Versorgungssicherheit in Gefahr
  • Notfälle weiter optimal versorgt

Viele Kinderkrankenhäuser im Münsterland stoßen zur Zeit an ihre Kapazitätsgrenzen. Clemens- und Franziskushospital, sowie die Kinderklinik an der Uniklinik in Münster bestätigen auf WDR-Anfrage, dass die Stationen seit Wochen komplett belegt sind, ebenso in Rheine und in Coesfeld.

Hartnäckige Virusinfekte

Ein Grund sind offenbar Virusinfekte bei Säuglingen und Kleinkindern. In diesem Winter verliefen diese besonders hartnäckig, begründet zum Beispiel das St. Franziskus-Hospital. Statt fünf Tage lang behandele man die Patienten oft neun Tage lang stationär.

Auch im münsterschen Clemenshospital sei die Kinderstation voll, bestätigt ein Sprecher, auch die Notfallambulanz sei immer wieder überfüllt.

Versorgungssicherheit in Gefahr

Der Leiter der Kinderklinik des UKM, Prof. Heymut Omran, sagte dem WDR, man stoße inzwischen in Münster an die Grenzen. "Wir bräuchten mehr Kapazitäten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten", sagt Omran. Die Zusammenarbeit der Kliniken funktioniere aber so gut, dass jeder lebensbedrohliche Fall im UKM optimal versorgt werden könne.

Personalmangel größtes Problem

Zwei Pflegerinnen schieben ein Bett über den Flur

Viele Kliniken sind mit ihrem Personal am Limit

Der Personalmangel sei das größte Problem, sowohl in der Pflege als auch bei den Ärzten, heißt es bei den Kliniken. Mit dem Problem habe man nicht nur in Münster, Coesfeld oder Rheine zu kämpfen, das sei bundesweit akut.

Stand: 13.02.2019, 08:00