Verkehrswacht in Münster: Hälfte der Kindersitze wird falsch genutzt

Ein Kind sitz in einem Kindersitz

Verkehrswacht in Münster: Hälfte der Kindersitze wird falsch genutzt

  • Polizei demonstriert Auswirkungen
  • Kinder häufig nicht richtig angeschnallt
  • Körpergewicht verachtfacht sich bei Aufprall

48 Prozent der Kindersitze in Autos sind entweder falsch eingebaut, werden nicht richtig bedient oder haben die falsche Größe. Darauf weißt die Verkehrswacht heute bei einer Aktion in Münster hin.

Große Gefahr schon bei 11 km/h

Eine Puppe sitzt auf einem Metallschlitten neben einer Fahne der Verkehrswacht

Die Verkehrswacht verdeutlichte die Gefahren mit einem Dummie

Mit einem Metallschlitten und einer Puppe demonstrieren Polizei und Verkehrswacht die Auswirkungen bei einem Unfall bei nur 11 km/h. Dabei fliegt die nicht angeschnallte Puppe mehrere Meter durch die Luft - im Ernstfall würde sie gegen die Frontscheibe des Autos schlagen.

Viele Kinder nicht richtig angeschnallt

Oft sind die Kinder zwar angeschnallt, laut Verkehrswacht allerdings nicht korrekt. Viele Kinder ziehen den Schultergurt herunter und sind dann nur noch im Bauchbereich angeschnallt. Das allerdings schützt den empfindlichen Nackenbereich nicht, wenn der Kopf bei einem Aufprall nach vorn schlägt.

Achtfaches Körpergewicht bei Aufprall

Wie enorm die Kräfte sind, zeigt ein Rechen-Beispiel der Verkehrswacht: Schon bei Schrittgeschwindigkeit verachtfacht sich das Körpergewicht bei einem Aufprall. Bei einem Tempo von 50 km/h würde ein 15-Kilogramm leichtes Kind sogar mit der Wucht seines 40-fachen Gewichts aufschlagen, mit etwa 600 Kilo.

Auto-Kindersitze im Test Servicezeit 23.05.2019 00:45 Min. UT Verfügbar bis 23.05.2020 WDR

Stand: 28.05.2019, 13:52