Kalb in Kierspe gerissen: War’s der Wolf?

Wolfsriss in Kierspe nicht mehr nachweisbar 00:42 Min. Verfügbar bis 10.07.2020

Kalb in Kierspe gerissen: War’s der Wolf?

Möglicherweise ist im Märkischen Kreis erstmals ein Weidetier von einem Wolf gerissen worden. Beweisen lässt sich das nicht: Für eine DNA-Probe verstrich zu viel Zeit.

Am Morgen des 26.06.2019 fand Landwirt Reiner Grafe die Überreste eines neu geborenen Kälbchens auf der Weide. Die Bisspuren deuten auf einen Hund oder Wolf hin.

Ein Wolf – ausgeschlossen ist das nicht: Im Mai 2019 ist ein Wolf im benachbarten Meinerzhagen gesichtet worden, nahe Rüthen hatte eine Wildkamera einen Wolf fotografiert. Und auch bei Burbach wurde eine Wölfin nachgewiesen.

Bauer Grafe reagierte nach dem Fund sofort, sagt er, und rief zunächst die Stadtverwaltung an. Die habe ihn ans Kreisveterinäramt verwiesen, und das Veterinäramt dann an einen Wolfsberater.

Wolfsberater hatte keine Zeit

Reiner Grafe, Landwirt aus Kierspe, mit seinen Kühen

Reiner Grafe: "Sofort reagiert"

"Den habe ich dann kontaktiert. Der sagte mir, er hätte heute keine Zeit, würde sich aber um den Fall kümmern." Als der Wolfsberater schließlich Zeit hatte, war es allerdings für eine DNA-Probe zu spät. Ob Wolfsriss oder nicht, bleibt deshalb ungeklärt.

Stand: 10.07.2019, 18:21