Keine Ermittlungen gegen Chef der Kettler-Stiftung

Keine Ermittlungen gegen Chef der Kettler-Stiftung

  • Chef der Kettler-Stiftung soll sich bereichert haben
  • Vorwürfe von Geschäftspartnern und Freunden der Familie
  • Staatsanwaltschaft: Das Meiste ist verjährt

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat auf WDR-Anfrage am Mittwoch (18.04.2018) erklärt, dass sie nicht gegen den Vorsitzenden der Kettler-Stiftung ermitteln wird. Die meisten Vorwürfe seien verjährt. Außerdem fehlten Beweise.

Der Stiftung war das gesamte Geld der Firmen-Erbin Karin Kettler zugeflossen. Sie war 2017 bei einem Autounfall in Ense gestorben. Bei den Vorwürfen geht es um bis zu 500.000 Euro, die sich der Kuratoriumsvorsitzende selbst bereits an Honoraren gezahlt haben soll. Das sagen frühere Freunde der Familie, zu denen auch der Mendener Unternehmer Ulrich Bettermann gehört.

In einer Pressemitteilung bestreitet der Stiftungsvorstand Zahlungen in dieser Höhe. Die Vergütungen hätten deutlich unter diesem Betrag gelegen.

Freunde setzen auf Stiftungsaufsicht

Die Vorwürfe gehen aber noch weiter: Als früherer Prokurist der Firma Kettler soll sich derselbe Mann jahrelang am Familienvermögen bereichert haben. Die Freunde der Familie hoffen jetzt, dass die Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung Arnsberg aktiv wird.

Der Stiftungsvorsitzende weist die Vorwürfe zurück. Über seinen Anwalt ließ er mitteilen, dass er gegen die Behauptungen rechtliche Schritte einleiten werde.

Stand: 19.04.2018, 07:34