Betriebsversammlung: Kettler informiert Mitarbeiter wohl über Aus

Kettler Schild

Betriebsversammlung: Kettler informiert Mitarbeiter wohl über Aus

  • Gläubigerausschuss beschließt Ende
  • 500 Beschäftigte bangen seit Jahren
  • Dritte Insolvenz in vier Jahren im Juli

Bei Kettler im Kreis Soest gibt es am Montag (14.10.2019) eine Betriebsversammlung für die noch rund 500 Beschäftigten. Am Freitag war bekannt geworden, dass die Firma in Ense keine Zukunft mehr hat und der Gläubigerausschuss das Aus beschlossen hat. Das bestätigten gut informierte Kreise dem WDR am Freitag. Eine offizielle Bestätigung gibt es nach wie vor nicht.

In den Werken in Ense und Werl wird die Produktion kurzfristig gestoppt. Bei Kettler arbeiten noch rund 500 Mitarbeiter. Kettler hatte Ende Juli zum dritten Mal in vier Jahren Insolvenz angemeldet. Im September hatte das Unternehmen die Situation als "äußerst schwierig" bezeichnet.

Viel mehr als nur Kettcar

Kettler ist ein Traditionsunternehmen. Der ehemalige Firmenchef Heinz Kettler, der 2005 starb, gründete es vor 70 Jahren. Er erfand das legendäre Kettcar und brachte auch Alu-Räder erfolgreich auf den Markt. Gartenmöbel, Trimmgeräte oder Tischtennisplatten sorgten für Millionenumsätze und für rund 1.500 Arbeitsplätze in Ense und Werl. Weltweit waren es sogar einmal rund 3.000.

Kettler steht erneut vor der Insolvenz 00:25 Min. Verfügbar bis 31.07.2020

Kettler in Schwierigkeiten

WDR 5 Profit - aktuell 20.09.2019 04:03 Min. Verfügbar bis 19.09.2020 WDR 5

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Stand: 14.10.2019, 06:00

Kommentare zum Thema

3 Kommentare

  • 3 Helmut 14.10.2019, 19:17 Uhr

    31 Jahre, immer wieder verzichtet und zuruckgesteckt und Das ist der DANK.... Aber die Berater und Studierten sind mal wieder mit Vollen Konten sauber raus......

  • 2 Josef 14.10.2019, 14:24 Uhr

    In einer Kindheit ohne Smartphone, als man noch draußen spielte und die Eltern einen mehrfach gebeten haben rein zu kommen (heute werden viele Kidz wohl eher gebeten mal raus zu gehen) ist mir Kettler noch ein Begriff. Leider sieht es so aus, als würden die Produkte in der modernen Zeit keinen Absatz mehr machen. Es bleibt die Erinnerung und allen Betroffenen zu wünschen, dass sie keinen allzugroßen Schaden erleiden müssen. Sehr schade! R.I.P.

  • 1 Atze 14.10.2019, 11:49 Uhr

    Wunderbarer WDR. hier darf man kommentieren und tagelang bleibt der Zugang zu anderen Themen, die auch von Relevanz sind, verschlossen. Bei der wohl kommenden Insolvenz der FA. Kettler, gehen ja nicht nur Hunderte von Arbeitsplätzen verloren. Da hängen Familien, Finanzierungen von Häusern und Konsumgütern, Ferienträume, Lebensplanungen für Kinder etc. dran. Im Raum Soest-Werl-Ense wird es mancher in der Konsumbranche merken, da werden Kunden wegbleiben, weil das Geld nicht mehr reicht. Für viele, so 10 Wochen vor Weihnachten ein harter Schlag. Ich drücke jedem der betroffen ist die Daumen, dass er wieder Arbeit findet, angeblich werden ja überall Tausende von Kräften gesucht. Was jemand, der 58/59 Jahre alt ist???

    Antworten (1)
    • Katrin 14.10.2019, 16:48 Uhr

      Danke für das Mitgefühl. Ja was soll man machen mit 58 nach 35 Jahren in der Firma. Einen neuen Job suchen und hoffen, dass man damit die Familie ernähren kann. Für meinen Mann wird es nicht leicht. Wir werden uns einschränken müssen. ??