Ab Mittwoch: 400 Kettler-Mitarbeiter freigestellt

Ab Mittwoch: 400 Kettler-Mitarbeiter freigestellt

  • Aus offiziell bestätigt
  • 150 Mitarbeiter bleiben vorerst
  • Produktion in Werl und Ense zu teuer

Bei der Firma Kettler in Ense geht es definitiv nicht weiter. Das haben die 550 Mitarbeiter des Freizeitartikel-Herstellers am Montag (14.10.2019) in einer Betriebsversammlung erfahren. Voraussichtlich Anfang kommenden Jahres wird die Produktion komplett eingestellt.

Endgültiges Aus trifft Mitarbeiter

Ab Mittwoch (16.10.2019) werden rund 400 Mitarbeiter freigestellt, die Übrigen sollen in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Produkte fertigstellen.

Auch wenn das Aus für die Kettler-Belegschaft nicht mehr überraschend kam, standen vielen Mitarbeitern Tränen in den Augen. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet seit Jahrzehnten für Kettler.

Produktionsmaschinen zu alt

Kettler Logo, Schild vor dem Gebäude

Kettler made in Germany wird es wohl nicht mehr geben

Die freigestellten Mitarbeiter bekommen ihren Lohn vorerst vom Arbeitsamt. Die, die noch weiterarbeiten, werden von Kettler weiterbezahlt. Wie lange dafür noch Geld da ist, konnte ein Unternehmenssprecher noch nicht sagen.

Die Produktion in Werl und Ense sei zu teuer, die Maschinen zu alt.

Kettler: Reaktionen aus dem Ort 01:49 Min. Verfügbar bis 14.10.2020

Stand: 14.10.2019, 20:59

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

  • 11 Holger Oger 15.10.2019, 10:03 Uhr

    Seit über 40 Jahren hab ich (noch immer) mein Kettcar. Was hatten wir als Kinder Spaß mit dem Ding, wir sind Rennen gefahren "um den Pudding" und durch den Wald nebenan. Mein Vater hat es oft frisiert, Lampen angebaut und und und… Noch heute bekommt meine Mutter noch mehr graue Haare wenn ich ihr erzähle, wo ich mit dem Mopped überall war - damals streng verboten, hehehe... Danke, Jungs von Kettler, für diesen wichtigen Bestandteil meiner Kindheit!!!

  • 10 Der-Olli 15.10.2019, 06:50 Uhr

    Schade um einen Teil deutscher Industriegeschichte. Die Mitarbeiter dürfen jetzt Fehlentscheidungen des Managements ausbaden.

  • 9 Anonym 14.10.2019, 23:35 Uhr

    na die fahrräder taugen ja schon mal auch nichts , alle halbe Jahr brechen die Speichen , und ich bin kein schwergewicht, und ja habe mehrmals alle speichenn koplett ausgetauscht , sie brechen vor allem oft in der Mitte , kann nur Material fehler sein , oder zu dünn konzepiert . keine qualität jedenfalls

  • 8 Dirk mast 14.10.2019, 22:48 Uhr

    Immer haben wir auf alles Verzichtigt Wie Lohnerhöhungen urlaubsgeld Weihnachtsgeld Und nun das weil die Geschäftsführung Fehler gemacht haben.

  • 7 Helmut 14.10.2019, 19:57 Uhr

    31 Jahre KETTLER, und dann der AR...TRITT! Berater und Manager die sich durch Inkompetenz bewiesen haben, wir kleinen haben verzichtet und zurückgesteckt, aber die (Retter) haben die Taschen trotzdem voll...... an alle normalen, Danke das ich Euch kennengelernen durfte und den Weg mit Euch gegangen bin!

  • 6 Andreas 14.10.2019, 19:41 Uhr

    Ich finde es traurig das ein so bodenständiges Unternehmen wie Kettler den Konkurs anmelden muss.Der absolute Hammer ist noch das Millionen in der Stiftung sind und dem Unternehmen nicht damit geholfen wird,alles gute den freigestellten Mitarbeitern.

    Antworten (1)
    • Frank M. 14.10.2019, 23:57 Uhr

      aber genau dazu gründet ein Unternehmer doch eine Stiftung: gerade damit er die Kohle aus dem Unternehmen ziehen und anderweitig unterbringen kann, um sie nicht mir den Mitarbeitern teilen zu müssen ;-)

  • 5 Helmut 14.10.2019, 19:40 Uhr

    31 Jahre dabei, verzichtet und zuruckgesteckt aber es reichte nicht weil Berater und Studierte Nicht den richtigen Weg gefunden haben (aber das Konto Voll haben) ...... Der kleine Mann(Frau) haben das Nachsehen!

    Antworten (1)
    • theo 14.10.2019, 23:00 Uhr

      30 Jahre und dann das. Man hat unterstützt und wurde noch benutzt. Toll. Was alles versprochen wurde.....

  • 4 Holger 14.10.2019, 19:28 Uhr

    Hochpreis Niedriglohnland DE. Der China Schrott is nunmal billig und billiger .

    Antworten (1)
    • Markus 14.10.2019, 21:52 Uhr

      Es ist trsurig das so ein unternemen weg ist aber haupsache die grossen herren haben die taschen voll

  • 3 gerald 14.10.2019, 17:19 Uhr

    Das werden nicht die letzten Firmen sein, wo die Firmen sagen, die Produktion ist in Deutschland zu teuer!? Davon kann man ausgehen! Leider aber Wahr!

    Antworten (1)
    • Leif 14.10.2019, 18:52 Uhr

      Oftmals spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der Artikel spricht auch von veralteten Produktionsmaschinen, und das ist leider ein großes Problem in vielen deutschen Unternehmen. Es wurde zu wenig in die eigenen Betriebe investiert und modernisiert um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine gute Bekannte hat zum Beispiel einige Monate in einem Unternehmen für PCB Leiterplatten gearbeitet die kürzlich aufgekauft wurden - die Arbeitsmethoden und Prozesse dort waren so veraltet dass man meinen könnte der ganze technologische Fortschritt der letzten 20 Jahre wäre völlig an ihnen vorbeigezogen. Da liegen teils Welten zwischen den Prozessen "alter" mittelständischer Unternehmen und den modernen in Fernost. Diese Einstellung "was bisher funktioniert hat muss nicht verändert werden" ist leider zu häufig präsent.

  • 2 Tom 14.10.2019, 17:02 Uhr

    Und anschließend wird wahrscheinlich billig in China produziert... Eine Schande !!!!! Alles gute den Mitarbeitern.

  • 1 Atze 14.10.2019, 15:50 Uhr

    Mein Kommentar, bedauernd die Mitarbeiter der Fa. Kettler betreffend, wurde aus unerkennbaren Gründen gelöscht. Gleichwohl gilt mein Mitgefühl all den entlassenen Mitarbeitern und ihren Angehörigen.