Kreis Lippe kämpft gegen das Artensterben

Feuersalamander in Nahaufnahme

Kreis Lippe kämpft gegen das Artensterben

  • Biodiversität statt Artensterben
  • Plan von 130 Experten ausgearbeitet
  • Kreis Lippe stellt 350.000 Euro jährlich zur Verfügung

Der Kreis Lippe will gegen das Artensterben im Tier- und Pflanzenreich mit einer eigens ausgearbeiteten Strategie vorgehen. Sie wurde am Donnerstag (14.11.2019) in Detmold vorgestellt.

In den nächsten sechs Jahren sollen auf den Flächen des Kreises zum Beispiel mehr Blühwiesen geschaffen werden, keine Pestizide eingesetzt und entlang der Straßen Krötenzäune gebaut werden.

Ein neuer Tunnel und ein Zaun im Detmolder Freilichtmuseum wirken: noch vor kurzem wurde hier ein Viertel der bedrohten Feuersalamander von Autos überfahren. Heute leben hier wieder fast 2.000 dieser seltenen Amphibien.

Nicht auf Verordnungen "von oben" warten

Landrat Axel Lehmann will nicht darauf warten, daß der Schutz der bedrohten Tiere und Pflanzen von oben verordnet wird. Wenn neue Baugebiete geplant werden, soll der Artenschutz im Kreis künftig schon mitgedacht werden. Wirtschaft, Bauern, Jäger, Förster und Naturschützer haben gemeinsam 130 konkrete Maßnahmen vereinbart. Jährlich will der Kreis Lippe dafür bis zu 350.000 Euro bereitstellen.

Stand: 14.11.2019, 16:02

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