Stadt Lüdinghausen ohne Social Media

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Stadt Lüdinghausen ohne Social Media

  • Stadt wäre für sämtliche Inhalte verantwortlich
  • Angst vor Hass und anderen Kommentaren
  • Einzelne Kommunen haben ähnlich entschieden

Die Stadtverwaltung in Lüdinghausen wird auch in Zukunft keine Social-Media-Kanäle betreiben. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag (13.02.2020) festgelegt. Grund sind rechtliche Risiken. Behörden sind für sämtliche Inhalte auf ihren Social-Media-Kanälen verantwortlich.

Stadt müsste alle Kommentare kontrollieren

Das gilt beispielsweise für eine eigene Fanpage oder Facebook-Seite der Stadt, aber auch für alle Kommentar der Nutzer. Dass diese Kommentare rechtlich immer einwandfrei sind und nicht Hass und Hetze enthalten oder gegen den Datenschutz verstoßen - dafür müsste die Stadt selber sorgen.

"Verantwortung können wir nicht übernehmen"

Hass-Kommentare auf Facebook

"Wir können einfach nicht schnell genug sein, wenn möglicherweise Dritte illegal etwas auf unsere Seite setzen, dass wir das innerhalb von ein bis zwei Minuten wieder löschen können." begründet der der Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann die Entscheidung. "Das heißt wir müssten einen 24-Stunden-Dienst einrichten, Vertretungen... Es gibt Momente, da ist das Kind schon in Brunnen gefallen und diese Verantwortung können wir im Moment nicht übernehmen."

Andere Kommunen haben ähnlich entschieden

Mit der Entscheidung schließt sich Lüdinghausen einer Empfehlung der Landesdatenschutzbeauftragten an, die jetzt allen Behörden rät bei Facebook und Twitter nicht mehr präsent zu sein. Einzelne Kommunen im Münsterland sind dieser Empfehlung ebenfalls gefolgt. In Drensteinfurt hingegen hatte die Stadt erst im vergangenen Jahr bewusst entschieden, die eigene Facebookseite zu behalten und nicht zu löschen.

Stand: 14.02.2020, 07:30