Dülmen: Geschäftsleute leiden unter Ladenschließung

Ein Mann steht vor einem Schaufenster und zeigt auf ein gelbes Protest-Plakat, darauf steht "Wir machen auf".

Dülmen: Geschäftsleute leiden unter Ladenschließung

In Dülmen haben rund 100 Geschäftsleute am Montag Plakate in ihre Schaufenster geklebt. Sie beteiligen sich an der bundesweiten Kampagne „Wir machen auf-merksam“.

Den ganzen Morgen waren Dülmener Kaufleute unterwegs, um ihre Plakate in die Schaufenster zu hängen. Die Kaufleute sehnen sich nach dem Ende des Lockdowns - und machen auf, aber nur symbolisch.

Einzelhandel in akuter Not

100 Geschäfte machen in Dülmen mit, quer durch alle Branchen. Eine, die der Lockdown besonders trifft, ist dieTextilbranche. Gerade sind in den Geschäften die ersten Frühjahrs- und Sommerartikel angekommen. Dabei hängt der Laden noch voll mit Winterware und die nächste Winterkollektion ist auch schon bestellt. Mit der Aktion wollen die Dülmener nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen, aber auf die akute Not vieler Händler aufmerksam machen.

Stadt Dülmen unterstützt Plakataktion

Die Stadt Dülmen und der Bürgermeister unterstützen die Kampagne der Kaufleute.Tim Weyer von Dülmen Marketing: Uns geht es natürlich darum, dass wir für unsere Geschäfte eine schnelle, wirtschaftliche Hilfe benötigen. Wir müssen jetzt irgendwo handeln. Jetzt brauchen wir in unseren Läden Liquidität. Und deswegen wünschen wir uns da auch in der jetzigen Situation eine politische Unterstützung, ansonsten werden wir verödete Innenstädte haben."

Sollte der Slogan der bundesweiten Aktion nach Coronaprotest und Maskenverweiger klingen: Davon distanzieren sich die Initiatoren der Kampagne, eine Gruppe Frankfurter Einzelhändler.

Stand: 11.01.2021, 16:34