Vereinte Nationen zeichnen Klostergarten in Münster aus

Eine Schiefertafel hängt an einem Baum und weist auf eine Quittensorte im Klostergarten hin

Vereinte Nationen zeichnen Klostergarten in Münster aus

  • Artenvielfalt und alte Sorten
  • Projekt verbindet Ökologie und soziales Engagment
  • Klostergarten steht Besuchern offen

Der Garten des Kapuzinerklosters in Münster darf sich seit Sonntag (02.02.2020) "Ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt" nennen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte den Preis am Nachmittag.

Arbeit für behinderte und psychisch kranke Menschen

Den Preis bekommt der Garten des Klosters für die große Artenvielfalt. Neben mehr als 150 verschiedenen Kräutern pflanzen die Gärtner hier auch alte regionale Obstsorten. Die Pflege des Gartens übernehmen behinderte und psychisch erkrankte Menschen aus den Alexianer Werkstätten in Münster.

"Oase der Vielfalt der Natur"

Ein Mönch zeigt Ministerin Svenja Schulze den Kapuzinergarten

Bundesumweltministerin Schulze bei Rundgang im Garten

Mit dem UN-Preis werden Projekte ausgezeichnet, die sowohl ökologische als auch soziale Fragen berücksichtigen. Der Garten sei ein gelungenes Beispiel sei eine echte Oase, um die Vielfalt der Natur zu erleben, so die Ministerin. Die Verbindung von Natur und sozialen Miteinander sei hier gelungen.

Der Kapuzinerklostergarten ist seit 2018 für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Führungen und Veranstaltungen sollen im Klostergarten ökologisches Wissen vermitteln.

Oase der Erholung mitten in Münster

Bereits beim Katholikentag 2018 in Münster war der Klostergarten eine beliebte Anlaufstelle für Menschen, die dem Trubel zeitweise entfliehen wollten - ein Rückblick.

Schubkarre steht vor Kräuterbeet im Klostergarten der Kapuziner

Der Klostergarten der Kapuziner hat seine Tore täglich von 8 - 20 Uhr für Besucher geöffnet. Auf insgesamt 1,5 Hektar wachsen hunderte verschiedene Pflanzensorten mit regionalem Charakter. Mehrere christliche Institutionen, aber auch der Naturschutzbund NABU, arbeiten im Klostergarten gemeinsam.

Der Klostergarten der Kapuziner hat seine Tore täglich von 8 - 20 Uhr für Besucher geöffnet. Auf insgesamt 1,5 Hektar wachsen hunderte verschiedene Pflanzensorten mit regionalem Charakter. Mehrere christliche Institutionen, aber auch der Naturschutzbund NABU, arbeiten im Klostergarten gemeinsam.

25 Schwestern des Franziskaner-Ordens gastieren aktuell im Kapuzinerkloster und freuen sich, wenn Besucher des Katholikentages hier spirituelle Ruhe suchen.

Am nördlichen Rand des Klostergartens gibt es mehrere Bienenweiden. Auf den unzähligen Wildblüten können die Insekten bedenkenlos Nektar sammeln. Pflanzenschutzmittel gibt es hier nicht.

In einem Gewächshaus können sich die Setzlinge geschützt entwickeln, bevor sie auf die Freiflächen wechseln dürfen.

Rund 500 Sorten Gemüse und Kräuter regionaler Herkunft wachsen in dem Klostergarten heran. Darunter viele fast schon vergessene Arten.

Die Alexianer pflegen die Kräuterwiesen täglich, um zu verhindern, dass hier Unkräuter die empfindlichen Pflanzen verdrängen.

Die Erzeugnisse des Klostergartens dienen größtenteils dem Eigenbedarf der Kapuziner.

Über die vielen verschienden Blühpflanzen freuen sich neben den Besuchern auch zahllose Insekten.

Auf Seminaren, Führungen und Workshops informieren die Kapuziner über die mitunter seltenen Spezies, die sie in ihrem Klostergarten ansiedeln.

Stand: 02.02.2020, 15:24