Kampa-Halle in Minden: Gutachten im Oktober

Die Kampa-Halle des Handball-Bundesligisten GWD Minden

Kampa-Halle in Minden: Gutachten im Oktober

Die Kampa-Halle in Minden sollte ursprünglich abgerissen und neugebaut werden, da große Brandschutzmängel bestehen. Jetzt soll im Oktober ein Gutachten zur Sanierung der Halle vorliegen.

Eigentlich war es beschlossene Sache: Die Kampa-Halle in Minden sollte wegen Brandschutzmängeln abgerissen werden. Seit Anfang des Jahres ist die Halle geschlossen

In einem Schreiben an den Kreistag hatte der Landrat von Minden-Lübbecke, Ralf Niermann, im Mai vorgeschlagen, die Halle zu sanieren. Deshalb wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das nun Anfang Oktober vorliegen soll.

Corona-Pandemie verzögert Neubau

Die Gründe, die für eine Sanierung sprächen, seien laut Niermann, die Folgen der Corona-Pandemie. Er gehe davon aus, dass sich der geplante Bau einer Multifunktionshalle verzögern würde. Die Sanierung der Halle solle den Zeitraum bis zur Fertigstellung der Neuen überbrücken. "Unser Handball-Bundesligist GWD Minden, als eines der beiden Aushängeschilder unseres Kreises, wird es sich nicht leisten können, auf Dauer seine Heimspiele in der Kreissporthalle Lübbecke auszutragen", führt Niermann unter anderem als Argument an.

Im Dezember 2019 hatte man sich dazu entschlossen, dass der Kreis Minden-Lübbecke sich an einem Neubau beteiligt und die alte Halle abgerissen wird. Nun fordert der Landrat, dass der Kreistag den Beschluss zum Abriss zurücknimmt und die Mindener Kampa-Halle schnellstmöglich saniert und wieder eröffnet wird.

Sanierung der Halle würde 8,6 Millionen Euro kosten

Im vergangenen Jahr hatte es heftige Kritik gegeben, nachdem der Landrat bekannt gegeben hatte, dass die Kampa-Halle geschlossen werden muss. Eine Entscheidung über die Zukunft der Halle soll es möglichst noch vor der Sommerpause geben. Um die nötige Sicherheit in der Halle wiederherzustellen, müssten 8,6 Millionen Euro investiert werden.

Stand: 17.09.2020, 11:59