Suizid in der JVA Herford

Suizid in der JVA Herford

  • 17-jähriger Gefangener tötet sich
  • Jugendlicher stand unter Beobachtung
  • Herford eine von vier Anstalten für geschlossenen Jugendvollzug

Im Gefängnis in Herford hat sich ein 17 Jahre alter Jugendlicher selbst getötet. Die Anstaltsleitung teilte am Dienstag (27.11.2018) mit, dass der Mann unter Beobachtung stand, weil er als suizidgefährdet galt. Er wurde in kurzen unregelmäßigen Abständen von höchstens 15 Minuten beaufsichtigt, teilt die Anstalt mit. Dabei wurde er von einem Bediensteten gefunden. Die Wiederbelebung blieb erfolglos.

Zweijährige Haftstrafe wegen diverser Straftaten

Der junge Mann galt als verhaltensauffällig und verweigerte die Einnahme von Medikamenten. Er verbüßte eine zweijährige Strafe wegen Bedrohung, versuchter Körperverletzung, Nötigung, Diebstahl und anderer Delikte.

Das Gefängnis in Herford ist eine von vier Anstalten für den geschlossenen Jugendvollzug in NRW. Der Jugendliche war im Oktober aus Iserlohn nach Ostwestfalen verlegt worden.

Haben Sie Suizidgedanken? Hier gibt es Hilfe

Frau am Schreibtisch mit Computermonitor

Wer sich mit Suizidgedanken trägt, empfindet seine persönliche Lebenssituation als ausweglos. Doch es gibt eine Fülle an Angeboten zur Hilfe und Selbsthilfe, auch anonym.

Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge ist unter den Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 sowie 116 123 rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und in jeder Hinsicht anonym. Der Anruf hier findet sich weder auf Ihrer Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis wieder.

Menschen muslimischen Glaubens können sich an das muslimische Seelsorgetelefon wenden. Es ist ebenfalls kostenfrei und anonym 24 Stunden am Tag unter der Rufnummer 030/44 35 09 821 zu erreichen.

Chat der Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge bietet Betroffenen auch die Möglichkeit an, sich Hilfe per Chat zu holen. Dazu meldet man sich auf deren Webseite an.

E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge

Menschen mit Suizidgedanken können sich auch an die E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge wenden. Der E-Mail-Verkehr läuft über die Webseite der Telefonseelsorge und ist deshalb nicht in Ihren digitalen Postfächern zu finden.

Überblick auf Hilfsangebote

Darüber hinaus hat die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zahlreiche Informationen zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und sozialpsychiatrischen Diensten aufgelistet, an die sich Suizidgefährdete und Angehörige wenden können, um Hilfe zu erhalten. Entsprechende Informationen finden Sie unter nachfolgendem Link.

Stand: 27.11.2018, 12:48

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