"Digitaler" Knast: Eine Idee aus Herford

Digitalprojekt in JVA Herford: Internet im Strafvollzug

"Digitaler" Knast: Eine Idee aus Herford

In der Justizvollzugsanstalt Herford sollen Gefangene auf die digitale Welt außerhalb der Gefängnismauern vorbereitet werden.

NRW-Justizminister Peter Biesenbach stellte das bundesweit einmalige Pilotprojekt am Freitag vor. Entwickelt und umgesetzt wurde das Konzept in Herford. Bald könnte es auch in anderen Bundesländern Schule machen.

Kontostand und Daten bald auf dem Bildschirm statt als Formular

An Terminals sollen die Gefangenen demnächst allerlei Formulare und persönliche Daten einsehen können. Dazu gehören zum Beispiel der Kontostand oder die Arbeitsstundenübersicht. Bisher geht das nur auf dem Papier. Die Terminals werden im Gefängnis konstruiert und gebaut.

Internet und Smartphone-Nutzung streng verboten

Durch das Digitalprojekt sollen die Gefangenen besser auf das (digitale) Leben außerhalb der Gefängnismauern vorbereitet werden. Denn eigentlich ist die Nutzung von Computern und Smartphones den Insassen untersagt.

Laut Justizminister Biesenbach schauen auch 13 andere Bundesländer auf das Projekt in Herford. Das Projekt läuft zunächst als Testphase.

Leben hinter den Mauern des Detmolder Gefängnisses WDR Retro ∙ Hier und heute 28.04.1961 06:23 Min. Verfügbar bis 31.12.2099 WDR

Stand: 11.06.2021, 16:24