Lengerich plant "Jung kauft Alt"

Blick auf ein mit Weinranken überwuchertes Haus in einem verwilderten Garten.

Lengerich plant "Jung kauft Alt"

  • Angebot für junge Paare und Familien
  • Haus muss mindestens 35 Jahre alt sein
  • Stadt will neue Baugebiete vermeiden

Die Stadt Lengerich will den Flächenverbrauch stoppen und deshalb weniger neue Baugebiete ausweisen. Trotzdem will die Stadt am Teutoburger Wald junge Familien anlocken.

Stadtrat hat entschieden

Das Förderprogramm heißt "Jung kauft Alt". Es wendet sich an junge Paare und Familien mit Kindern, die bereit sind, ein älteres Haus zu kaufen statt neu zu bauen. Am Dienstagabend genehmigte der Stadtrat dieses Programm. Dieses kann nun im kommenden Jahr anlaufen.

600 Euro pro Jahr plus Kinderzulage

Die Stadt will den Käufern einer Alt-Immobilie jährlich 600 Euro zahlen, und zwar sechs Jahre lang. Und für jedes Kind gibt es nocheinmal jährlich 300 Euro, bis es volljährig ist. Voraussetzung ist, dass das Haus mindestens 35 Jahre alt ist.

Die Idee dahinter: Die Kommune müsste weniger Neubaugebiete erschließen und damit weniger Fläche versiegeln. In anderen Städten funktioniert das bislang gut, beispielsweise im ostwestfälischen Hiddenhausen.

Stand: 10.07.2019, 07:19