Gericht: Jugendamt darf Vorstrafe mitteilen

Der Schriftzug "Verwaltungsgericht Münster" an der Gebäudefront in Großaufnahme.

Gericht: Jugendamt darf Vorstrafe mitteilen

  • Jugendamt darf Mutter informieren
  • Widerspruch eines vorbestraften Mannes abgelehnt
  • Unversehrtheit der Kinder vor Datenschutz

Das Verwaltungsgericht in Münster hat am Freitag (05.04.2019) eine wichtige Entscheidung zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch getroffen. So muss ein Mann aus dem Kreis Warendorf hinnehmen, dass seine Vorstrafe wegen eines Sexualdeliktes nicht verschwiegen wird.

Kinderpornographische Schriften verbreitet

Der Mann unterstützt eine alleinerziehende Mutter und kümmert sich gelegentlich um ihre vier Kinder. Das Jugendamt darf nun der Mutter mitteilen, dass der Mann wegen Verbreitung kinderpornographischer Schriften im Jahr 2011 zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden war.

Gefährdung nicht auszuschließen

Der Mann hatte versucht, dem zuständigem Jugendamt dies zu untersagen. Das Gericht begründete seinen Beschluss damit, dass eine Gefährdung der Kinder durch die Vorgeschichte des Mannes nicht auszuschließen sei.

Stand: 05.04.2019, 17:59