Nach Missbrauch in Lügde: Jugendämter stellen sich neu auf

Ordner mit der Aufschrift: "Lügde" im Gerichtssaal

Nach Missbrauch in Lügde: Jugendämter stellen sich neu auf

  • Mehr Austausch zwischen den Jugendämtern Lippe und Hameln-Pyrmont
  • Fehler der Behörden werden immer noch aufgearbeitet
  • Arbeitstreffen zwischen den Jugendämtern

Ein Jahr nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle von Lügde wollen sich die betroffenen Jugendämter der Kreise Lippe und Hameln-Pyrmont zukünftig besser austauschen. Das ist das Ergebnis zweier Arbeitstreffen.

Persönliche Fallübergabe statt Aktenaustausch

Noch immer ist nicht ganz aufgeklärt, wer welche Fehler innerhalb der Behörden im Fall Lügde gemacht hat. Die Ermittlungen laufen weiterhin. Unabhängig davon haben die Jugendämter nun vereinbart, sich enger zu vernetzen. Persönliche Fallübergaben sollen bei länderübergreifenden Fällen zum Standard werden. Bisher wurden nur Akten ausgetauscht.

Im Fall Lügde hatte das Jugendamt im niedersächsischen Hameln-Pyrmont einem der Täter eine Pflegetochter zugesprochen, ohne diese besondere Situation mit dem Jugendamt in Lippe zu klären.

Stand: 29.01.2020, 06:59