Lokalzeit-Reporter:innen gewinnen Journalistenpreis Münsterland

Verleihung Journalistenpreis Münsterland Lokalzeit Münsterland 24.08.2021 04:30 Min. Verfügbar bis 24.08.2022 WDR Von Florian Dolle

Lokalzeit-Reporter:innen gewinnen Journalistenpreis Münsterland

Große Ehre für die WDR-Lokalzeit Münsterland: Gleich zweimal ging der Journalistenpreis Münsterland an Reporter:innen aus dem WDR-Studio Münster. Die Preisverleihung war am Dienstagabend in Münster.

Zwölf Journalisten und Journalistinnen sind mit dem Journalistenpreis Münsterland ausgezeichnet worden, darunter Andrea Hansen, Hartmut Vollmari, Christoph Tiemann und Hannah Meloh von der WDR Lokalzeit Münsterland.

Hartmut Vollmari und Andrea Hansen nehmen Journalistenpreis an

Andrea Hansen und Hartmut Vollmari (links) freuen sich über den Preis

Andrea Hansen und Hartmut Vollmari erhielten den Preis in der Kategorie Gesellschaft/Politik. Sie hatten für das WDR-Fernsehen zum Missbrauchskomplex Münster recherchiert. Dabei waren sie auch der Frage nachgegangen, welche Rolle das Jugendamt gespielt hat. "Es ist die hartnäckige Recherche, mit der die beiden die Jury überzeugt haben", sagte der Kommunikationswissenschaftler Armin Scholl in seiner Laudatio für Hansen und Vollmari.

Jury lobt "hartnäckige Recherche"

Das Team habe aufgezeigt, welche schwerwiegenden Folgen mangelnder Informationsaustausch haben kann. Es mache deutlich, dass es nicht immer genüge, nur auf das Verhalten des Kindes zu schauen. Denn auch Kinder, die sich unauffällig verhalten, könnten Opfer von Missbrauch sein, hieß es. WDR-Reporter Vollmari ist schon mehrmals mit dem Journalistenpreis Münsterland ausgezeichnet worden.

"Tiemann testet" ausgezeichnet

WDR-Preisträger Hannah Meloh und Christoph Tiemann

Das Tiemann-Team wurde für die "handwerklich brillante Umsetzung" gelobt

Auch das WDR-Team um Christoph Tiemann mit Reporterin Hannah Meloh, Kameramann Jan Hering und Cutter Vasco Tjong Ayong durfte sich freuen. Alle zusammen erhielten den Journalistenpreis Münsterland in der Kategorie Kultur/Tourismus für die Serie "Tiemann testet".

In der Serie dreht sich alles um Tiemann, wie er in die Töpfe von Restaurants im Münsterland schaut und dabei den Küchenchefs manches Geheimnis entlockt. Laudator Klaus Ehling vom Münsterland e.V. lobte die "handwerklich brillante Umsetzung": "Durch schnelle Schnitte, besondere Perspektiven und wiederkehrende Stilmittel entsteht ein grandioses Drei-Gänge-Menü, gewürzt mit Augenzwinkern und Unterhaltungswert, abgeschmeckt mit authentischen Dialogen und garniert mit Wortwitz."

Starke Konkurrenz

Gruppenfoto aller Nominierten für den Journalistenpreis Münsterland

Alle Nominierten waren bei der Preisverleihung in Münster dabei

Die übrigen Preisträger: Der Journalistenpreis in der Kategorie kreative Darstellung ging an Lars Berg vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" für seine Fotoreportage "Im Geisterhaus" aus dem bischöflichen Priesterseminar Borromaeum in Münster.

Henning Hoheisel, Uwe Gehrmann und Benedikt Miketta von der Tageszeitung "Die Glocke" erhielten für ihre Multimedia-Serie "Das wahre Herz des Fußballs" den Preis in der Kategorie Sport. In der Kategorie Wirtschaft/Wissenschaft setzte sich Stefan Werding von den "Westfälischen Nachrichten" mit seinen Berichten über die umstrittene Einrichtung einer zusätzlichen "Stroke Unit" für Schlaganfall-Patienten am Clemenshospital in Münster durch. Der Sonderpreis ging an Michael Schmitz und sein Team vom Online-Magazin "Münster4Life".

2.000 Euro Preisgeld

Der Journalistenpreis Münsterland wird alle zwei Jahre vom Münsterland e.V. mit dem Presseverein Münster-Münsterland e.V. und der Sparkasse Münsterland Ost als Förderer ausgeschrieben. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 2.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr musste die Verleihung coronabedingt ausfallen.

Stand: 25.08.2021, 07:53