Öl-Unfall im Gronauer Amtsvenn hat Spuren hinterlassen

Mann mit Warnjacke betrachtet eine Skizze, die er in den Händen hält und steht auf einer Wiese vor einem blauen, kniehohen Rohr.

Öl-Unfall im Gronauer Amtsvenn hat Spuren hinterlassen

  • 75.000 Liter Rohöl verseuchten die Erde
  • Noch immer tritt ölhaltiges Wasser aus
  • Kavernen wieder als Öl-Lager genutzt

Auch fünf Jahre nach dem verheerenden Öl-Unfall im Amtsvenn in Gronau tritt hier noch ölhaltiges Wasser aus. Nach Angaben der Behörden wird es kontrolliert beseitigt. Trotzdem gilt das Land als renaturiert. Aus den Ölfundstellen ist Grünland geworden.

Die Leitungen zu den vier Ölkavernen wurden alle mit einem doppelten Rohr ausgestattet. Dort lagern inzwischen 1,5 Millionen Kubikmeter Rohöl.

Rohrleitung war defekt

Fachleute in Schutzkleidung untersuchen am 02.05.2014 in Gronau (Nordrhein-Westfalen) den Austritt von Öl auf einer Weide.

Das Erdreich musste damals abgetragen und entsorgt werden

Eine kaputte Rohrleitung zu einer Öl-Kaverne in 217 Metern Tiefe war vor fünf Jahren schuld am Desaster. 75.000 Liter Rohöl traten an die Erdoberfläche und mussten entsorgt werden, ebenso wie 60.000 Tonnen verseuchte Erde. Das Ganze entwickelte sich zum bisher größten Öl-Unfall in Deutschland.

Stand: 14.04.2019, 12:56