Streit in Iserlohn: Tod nicht durch Faustschlag

Trauermarsch in Iserlohn 00:31 Min. Verfügbar bis 20.02.2020

Streit in Iserlohn: Tod nicht durch Faustschlag

Zu der tödlichen Auseinandersetzung in Iserlohn hat sich am Freitag (22.02.2019) die Staatsanwaltschaft geäußert. Demnach ist das 26-jährige Opfer nicht an dem Fausthieb gestorben.

Der Vorfall hatte sich am Sonntagabend (17.02.2019) ereignet: Das Opfer saß als Beifahrer in einem Auto. Aus dem Fahrzeug dahinter stieg ein 17-Jähriger aus und brüllte den 26-jährigen Beifahrer an. Als dieser ausstieg, schlug ihn der Mann so heftig ins Gesicht, dass er stürzte. Am Dienstag (19.02.2019) starb er dann an seinen Verletzungen.

Todesursache war nicht der Faustschlag, gab die Staatsanwaltschaft Hagen am Freitag (22.02.2019) bekannt. Die Obduktion habe ergeben, dass der 26-Jährige an einer Hirnblutung gestorben ist. Ob die Blutung durch den Sturz ausgelöst wurde oder ob es eine Vorerkrankung gab, das soll mit einem weiteren Gutachten geklärt werden.

Tatverdächtiger auf freiem Fuß

Ermittelt wird gegen den 17-jährigen Iserlohner wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der mutmaßliche Täter und das Opfer sollen sich nach Angaben der Polizei schon vor der Tat auf dem Parkplatz einer Tankstelle gestritten haben. Vor der roten Ampel in der Innenstadt sei der Streit dann weiter gegangen. Da der Tatverdächtige minderjährig ist und die Staatsanwaltschaft weder Tötungsvorsatz noch Fluchtgefahr sieht, ist er wieder auf freiem Fuß.

Stand: 22.02.2019, 16:23

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