Polizisten in Iserlohn bedroht: Schuss auf Mann

Mann bei Polizeieinsatz angeschossen 00:25 Min. Verfügbar bis 10.06.2022

Polizisten in Iserlohn bedroht: Schuss auf Mann

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Mittwochabend in Iserlohn einen Mann mit einem Schuss verletzt. Die Polizisten sahen sich von ihm bedroht.

Die Schussverletzung des 43-Jährige aus Menden ist in der Nacht operiert worden. Das Ordnungsamt der Stadt Iserlohn prüfe seine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Nachdem er vom SEK am Mittwoch kurz nach 19.30 Uhr überwältigt worden war, habe man bei ihm zwei Luftpistolen, Munition dafür und ein Messer eines verbotenen Typs sichergestellt.

Beleidigungen und Reizgas

Was zuvor geschah, schildert die Märkische Kreispolizei so: Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes habe der 43-Jährige seinen Motoroller so scharf abgebremst, dass das nachfolgende Auto fast aufgefahren wäre. Der Pkw-Fahrer, ein Polizist außer Dienst, habe mit dem Rollerfaher reden wollen.

SEK-Polizisten mit Maschinenpistolen an Einsatzfahrzeug

Ende eines SEK-Einsatzes

Der habe "mit einem Schwall von Beleidigungen" reagiet und schließlich Reizgas versprüht. Das Gas traf aber nicht den Polizisten, sondern eine unbeteiligte Frau und ihr einjähriges Kind. Danach habe sich der Mendener hinter einem Auto versteckt und die herbei geeilten Polizisten mit "einer schwarzen Schusswaffe" bedroht.

Nun wurden die Geschäfte und das umliegende Gelände evakuiert und das SEK eingeschaltet. Alle Verusche seien gescheitert, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Schließlich fiel der Schuss, und der 43-Jährige wurde überwältigt. Die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Hagen prüfen jetzt den Schusswaffengebrauch der Polizei.

Stand: 10.06.2021, 14:24