Iserlohn: Raser fährt fast Polizistin um

Nächtliche Straße, Markierungen, Polizeiautos mit Blaulicht

Iserlohn: Raser fährt fast Polizistin um

  • Sperrung wegen Wildunfalls
  • Polizistin rettet sich durch Sprung
  • Fahrer tritt und schlägt um sich

Am Dienstagabend (05.11.2019) auf dem Autobahnzubringer zur A46 in Iserlohn-Oestrich: Ein Auto war in eine Wildschweinrotte gefahren, ein Frischling lag verletzt auf der Fahrbahn. Die Polizei sperrte die Straße mit zwei querstehenden Streifenwagen, eingeschalteten Blaulichtern und Leitkegeln. 

Minuten später raste ein Mercedes-Van heran. Der Fahrer ignorierte alle Sperren, so die Schilderung der Polizei. Er streifte einen Wagen am Fahrbahnrand, schlingerte einen halben Meter an einem Polizeibeamten vorbei und rammte dann seitlich noch einen Pkw. Eine Polizeibeamtin konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Der Van fuhr mit einem eingeklemmten Leitkegel und funkensprühend davon.

Ohne sein Handy wollte er nicht gehen

Die Fahrt endete später an einer Leitplanke. Der Fahrer flüchtete zu Fuß in einen Wald. Die Polizei zog den 21-jährigen alkoholisierten Mann aus einem Gebüsch.

Er behauptete, nicht gefahren zu sein. Später weigerte er sich, ohne sein Handy, das die Polizei sichergestellt hatte, die Wache zu verlassen. Als die Beamten ihn nach draußen schieben wollten, leistete er "massiven Widerstand durch Festhalten, Tritte und Schläge", heißt es im Polizeibericht.

Die Bilanz: Ein verletztes Paar, das in einem der gerammten Autos gesessen hatte, und ein Sachschaden von mehr als 50.000 Euro.

Stand: 06.11.2019, 17:49