Iserlohn soll auf Kauf des Marienhospitals verzichten

Marienhospital Letmathe

Iserlohn soll auf Kauf des Marienhospitals verzichten

  • Gutachter raten ab
  • Kosten und Risiken nicht absehbar
  • Krankenhaus schließt früher

Die Stadt soll das St. Marienhospital in Letmathe nicht kaufen. Das empfehlen Gutachter der Stadtverwaltung. Die möglichen Kosten und die Risiken seien nicht absehbar. 

Besser andere Konzepte beachten

Die Gutachter raten stattdessen zu anderen Konzepten für eine medizinische Grundversorgung - mit gar keinen oder deutlich weniger Krankenhausbetten. Außerdem sei es denkbar, im Stadtteil Letmathe ein medizinisches Versorgungszentrum oder ein medizinisches Ausbildungszentrum aufzubauen.

Ende Oktober ist Schluss

Zahlreiche Menschen laufen über eine Straße und demonstrieren

Viele Menschen hatten sich für das Hospital in der Vergangenheit eingesetzt

Da sich mittlerweile viele Ärzte an anderen Kliniken beworben haben, wird das St. Marienhospital bereits Ende Oktober und damit früher als ursprünglich geplant geschlossen. Denn der Betrieb eines Krankenhauses zum Beispiel ohne Röntgenpersonal sei nicht möglich, erklärte die Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Kreis hatte Marienhospital aufgegeben

Der Märkische Kreis hatte Ende Juni 2019 entschieden, das Krankenhaus zu schließen, weil für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von 1,8 Millionen Euro gerechnet wird. 

Über den eventuellen Kauf des Krankenhauses entscheidet der Iserlohner Stadtrat am 8. Oktober 2019. 

Stand: 01.10.2019, 08:14