Wohnhaus-Brand in Iserlohn: Haftbefehl

Verletzte bei Feuer in Islerlohn 01:27 Min. Verfügbar bis 02.12.2020

Wohnhaus-Brand in Iserlohn: Haftbefehl

  • Mann gesteht: Gasexplosion verursacht
  • Neun Verletzte, darunter einer lebensgefährlich
  • Gebäude einsturzgefährdet

Nach dem Wohnhausbrand in der Iserlohner Altstadt mit neun Verletzten ist am Donnerstag (05.12.2019) gegen einen 69-jähriger Bewohner des Hauses Haftbefehl beantragt worden. Er soll im 4. Stock des Gebäudes absichtlich eine Gasexplosion ausgelöst haben, die dann das Feuer verursachte. Dabei wurde er selbst schwer verletzt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Mann bei seiner Vernehmung im Krankenhaus zugegeben, er habe in Selbsttötungsabsicht die Gastherme in seiner Wohnung geöffnet und sich dann eine Zigarette angezündet.

Feuerwehr löscht einen Wohnhausbrand in Iserlohn

Zwölf Stunden dauerten die Löscharbeiten an.

Das Haus in der Iserloher Altstadt ist schwer beschädigt. Der Brand hatte in der Nacht zum Montag (02.12.2019) einen komplizierten Großeinsatz ausgelöst. Am Mittwoch sind die übrig gebliebenen Wertsachen der Bewohner geborgen worden.

Am Donnerstag haben Kripo und Brandsachverständige die Ruine untersucht. Zugleich ist sie innen mit Stützen und außen mit einem Gerüst gesichert worden. Die Straße vor dem Haus bleibt weiter gesperrt.

80 Menschen in Sicherheit gebraucht

Feuerwehr löscht einen Wohnhausbrand in Iserlohn

Großer Einsatz für die Feuerwehr in Iserlohn.

Das Feuer sei am späten Sonntagabend ausgebrochen und dann "etwas ausgeartet", sagte ein Polizeisprecher. Die Löscharbeiten dauerten fast zwölf Stunden. Das brennende Haus sowie drei weitere Gebäude in der unmittelbaren Nähe wurden evakuiert.

Rund 80 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Sie wurden bei Freunden und Bekannten untergebracht. Etwa 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Wohnhausbrand in Iserlohn

00:24 Min. Verfügbar bis 02.12.2020

Stand: 05.12.2019, 17:24