Inklusionspreis NRW in Münster verliehen

Sechs Personen sind auf einer Bühne, zwei von ihnen sitzen im Rollstuhl, eine Frau hälte einen  Blumenstrauß

Inklusionspreis NRW in Münster verliehen

  • Erster Hauptpreis geht nach Ahlen
  • 203 Initiativen hatten sich beworben
  • Land vergibt insgesamt 30.000 Euro Preisgelder

Der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann hat am Freitag (06.07.2018) in Münster zehn Initiativen und Projekte mit dem Inklusionspreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Mit dem insgesamt mit 30.000 Euro dotierten Preis wurden Projekte aus Ahlen, Bad Lippspringe, Bielefeld, Duisburg, Kamen, Münster, Köln, Reken , Rheine und Stolberg ausgezeichnet.

Erster Preis geht nach Ahlen

Der mit 5.000 Euro dotierte erste Hauptpreis ging an das Projekt "Jedem (s)eine Chance" der Metallwerke Renner in Ahlen. Der mittelständische metallverarbeitende Betrieb sei besonders kreativ dabei, für jeden Mitarbeiter mit Behinderung den passenden Arbeitsplatz zu finden oder zu gestalten, hieß es in der Begründung.

"Die Brücke" aus Bad Lippspringe überzeugt die Jury

Zwei Männer und drei Frauen stehen auf der Bühne je eine Frau präsentiert die Urkunde, eine Trophäe und einen Blumenstrauß

Die Preisträger aus Bad Lippspringe

Den zweiten mit 4.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt die inklusive Wäscherei "Die Brücke" in Bad Lippspringe, deren halbe Belegschaft Menschen mit Behinderung stellen.

"TABI" aus Duisburg belegt dritten Platz

Das Duisburger Projekt "TABI 4.0 - Teilhabe für Menschen mit Behinderung durch Industrie 4.0" bekam den mit 3.000 Euro dotierten dritten Hauptpreis. Dort werde teure Handarbeit durch digitale Unterstützung bezahlbar, so die Jury.

Land wirbt für Inklusionsgedanken

"Mit dem Inklusionspreis wollen wir beispielhaft zeigen, wie Inklusion gelingen kann und wir wollen möglichst viele Nachahmer gewinnen", sagte NRW--Sozialminister Laumann bei der Preisverleihung in Münster. Die Vielfalt der prämierten Projekte zeige, dass Inklusion in allen Bereichen möglich sei.

Der Preis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. 203 Initiativen und Projekte hatten sich beworben.

Fachpreis "Partizipation" geht nach Bethel

Neun Menschen stehen in einer Reihe auf einer Bühne vor ihnen sitzt ein Herr im Rollstuhl drei Damen halten je einen Blumenstrauß, eine Trophäe und eine Urkunde hoch

Auch der politische Stammtisch aus Bethel wurde ausgezeichnet

Der Fachpreis in der Kategorie "Partizipation" ging an den Politischen Stammtisch Bethel der v. Bodelschwinghschen Stiftungen in Bielefeld. Deren monatlichen Treffen und zusätzliche Informationsveranstaltungen vor Wahlen sollen die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken.

Sonderpreis für barrierefreie Naturerlebnisse im Münsterland

Das Projekt "WEGBAR - barrierefreie Naturerlebnisse im Münsterland" wurde mit dem erstmals von der NRW-Stiftung ausgelobten Sonderpreis "Heimat ohne Hindernisse" ausgezeichnet. Das Projekt bietet barrierefreie Naturlehrpfade, Erholungsgebiete und Umweltbildungsprogramme an.

Stand: 06.07.2018, 14:18