19 illegale Drohnen-Flüge über NRW-Gefängnissen

Drohne fliegt am Kölner Dom

19 illegale Drohnen-Flüge über NRW-Gefängnissen

In den vergangenen drei Jahren sind laut Landesjustizministerium 19 Drohnen illegal über NRW-Gefängnisse geflogen. Auch über denen in Bielefeld, Gütersloh und Herford wurden sie gesichtet.

Seit 2017 sind insgesamt 19 Drohnen illegal über NRW-Gefängnisse geflogen. Auch über den Justizvollzugsanstalten in Bielefeld, Gütersloh und Herford wurden sie gesichtet, geht aus einem jetzt bekannt gewordenen Bericht des Landesjustizministeriums hervor. In diesem Jahr waren es drei Fälle, der jüngste erst vergangene Woche über der JVA Remscheid.

Drohnen als Spione und Drogenkuriere

Die meisten Drohnen wurden demnach an der Justizvollzugsanstalt  Gelsenkirchen gesichtet: Dort gab es 2018 und 2019 je drei Fälle.

Drohnen sind aus Sicht der Behörden gefährlich, weil sie nicht nur Fotos machen, sondern auch Drogen transportieren können. Bisher wurden die illegalen Substanzen zwar eher von außen über die Anstaltsmauern geworfen, inzwischen sei dies aber nicht mehr so einfach möglich, heißt es im Bericht.

Freiflächen sollen genau beobachtet werden

Das Justizministerium hat die Gefängnisse angehalten, freie Flächen genau zu beaobachten, die von Gefangenen erreicht werden können. Außerdem soll eine europaweite Verpflichtung Drohnenhersteller dazu bewegen, Flugverbotszonen in ihre Geräte einzuprogrammieren. Zu denen sollen auch Gefängnisse gehören.

Werde zurzeit eine Drohne gesichtet, rufe man zunächst die Polizei. Ein Erkennungssystem für Drohnen habe man in der JVA Gelsenkirchen getestet - und als "nicht einsatzfähig" wieder verworfen.

Drohne auch über Herforder Gefängnis

Über dem Herforder Gefängnis gab es zuletzt 2019 einen illegalen Drohnenflug. Die Auswertungen der Überwachungskamera haben ergeben, dass dabei aber nichts abgeworfen wurde.

Stand: 18.08.2020, 13:47