Bocholter Metallarbeiter klagen Lohn ein

Vier Männer stehen vor dem Tor der Firma Hulvershorn

Bocholter Metallarbeiter klagen Lohn ein

  • Zwei Monatslöhne und Urlaubsgeld stehen aus
  • Arbeitsgericht soll helfen
  • IG Metall befürchtet Insolvenz
rotverklinkertes Gerichtsgebäude in Bocholt

Das Arbeitsgericht in Bocholt berät den Fall

Das Arbeitsgericht in Bocholt hat sich am Donnerstag (08.11.2018) mit ausstehenden Lohnzahlungen bei der Bocholter Eisengießerei Hulvershorn beschäftigt. Rund 100 der insgesamt 170 Mitarbeiter haben ihren Arbeitgeber verklagt. Seit zwei Monaten haben sie keinen Lohn mehr erhalten. Auch das Urlaubsgeld steht aus.

Die Stimmung in der Belegschaft sei logischerweise sehr schlecht, so ein Sprecher der IG Metall. Viele seien aufgrund des ausgebliebenen Geldes mit ihren laufenden Kosten wie zum Beispiel der Miete im Rückstand. Deswegen die Klage, über die das Arbeitsgericht am 13. Dezember entscheiden will.

Gewerkschaft erwartet Insolvenz

Porträt-Bild Hans-Joachim Hebing, IG Metall

Hans-Joachim Hebing befürchtet eine Insolvenz

Auf einer Betriebsversammlung hat die IG Metall die Mitarbeiter am Donnerstagabend auf eine mögliche Insolvenz vorbereitet. Nach Einschätzung der Gewerkschaft ist die fehlende Liquidität der Firma der Grund für den Zahlungsrückstand an die Mitarbeiter. Hans-Joachim Hebing von der IG Metall vermutet, dass die Firma zahlungsunfähig ist.

Im vergangenen Jahr hat ein Investor das Unternehmen übernommen, das Gussteile für Schiffsbau, Windkraft, Maschinenbau fertigt. Ob es zu einer Insolvenz kommt, ist unklar. Die Geschäftsführung und der Investor haben sich auf WDR-Anfragen zu den ausstehenden Lohnzahlungen und der Zahlungsfähigkeit nicht geäußert.

Stand: 09.11.2018, 08:06