Mordprozess: Münsteraner soll Ex-Frau angezündet haben

Versuchter Mord im Hotel Lokalzeit Münsterland 14.02.2020 01:44 Min. Verfügbar bis 14.02.2021 WDR Von Detlef Proges

Mordprozess: Münsteraner soll Ex-Frau angezündet haben

  • Mordanklage gegen Ex-Hotel-Chef
  • Feuerwehr konnte Frau reanimieren
  • Angeklagter bestreitet die Tat

Vor dem Landgericht Münster hat am Freitag (14.02.2020) der Prozess gegen einen ehemaligen Hotelchef begonnen. Er soll versucht haben, seine Ex-Frau zu ermorden. Laut Staatsanwaltschaft soll er sie mit Benzin übergossen und angezündet haben. Der Mordversuch habe sich im August 2019 in seiner Wohnung in einem münsterischen Hotel abgespielt.

Frau überlebte schwer verletzt

Ein Schild der Polizei Münster mit der Aufstrift "diese Brandstelle ist beschlagnahmt".

Wegen des Brandes hatten Zeugen die Feuerwehr alarmiert. Bevor die den Brand löschen konnte, musste sie zunächst die Wohnungstür aufbrechen. In der Wohnung fand die Feuerwehr die Frau. Sie überlebte die Tat nach einer Reanimation und trotz schwerster Brandverletzungen, die 43 Prozent des Körpers betrafen. Das Motiv für den mutmaßlichen Tötungsversuch ist bislang unklar.

Angeklagte schweigt beim Prozessauftakt

Der Angeklagte bestreitet die Tat bislang. Der 36-Jährige sagte bei Polizeivernehmungen, der Brand sei durch einen Defekt in der Klimaanlage ausgebrochen. Beim Prozessauftakt schwieg der Münsteraner. Ein Urteil in dem Prozess wird frühestens für April erwartet.

Stand: 14.02.2020, 19:59