Hospiztag in Münster: Sterbebegleitung im Wandel

Pflegekraft sitzt am Bett eine Gastes in einem Hospiz.

Hospiztag in Münster: Sterbebegleitung im Wandel

  • Sterbebegleitung wird immer professioneller
  • Viele Kurse für Ehrenamtliche
  • Angehörige mit ins Boot holen

Die Veränderungen in der Hospizarbeit waren am Dienstag (18.06.2019) Thema beim 17. Nordwestdeutschen Hospiztag in Münster. Ärzte, Pädagogen und Wissenschaftler tauschten sich mit ehrenamtlichen Seelsorgern aus.

Der Nordwestdeutsche Hospiztag widmet sich dem Thema "Trennt sich die Hospizbewegung von ihren Wurzeln?" Hospizdienste haben festgestellt, dass sich immer weniger Angehörige die Begleitung ihrer sterbenden Verwandten zutrauen. Grund sei die die zunehmende Professionalisierung der ehrenamtlichen Sterbebegleiter.

Auch übernähmen ehrenamtliche Sterbebegleiter immer häufiger Krankenpflegeaufgaben. Dagegen wolle man etwas tun, hieß es auf dem Hospiztag. Denn die Aufgabe der Ehrenamtlichen müsse es bleiben, sterbenden Menschen einfach nur eine angenehme Zeit zu schenken.

Die Hospizbewegung müsse sich vom Krankenhausalltag lösen und nah an den sterbenden Menschen sein, forderte die Pastorin und Ethikberaterin Karin Scheer aus Essen. In Deutschland sind rund 120.000 Ehrenamtliche in der Begleitung von Sterbenden aktiv.

Letzte Hilfe: Was wir übers Sterben wissen Quarks 28.05.2019 44:38 Min. UT DGS Verfügbar bis 28.05.2024 WDR Von Krischan Diekmaier, Daniel Haase, Angela Sommer, Mathias Tertilt, Georg Wieghaus

Stand: 18.06.2019, 10:05