Horrorhaus Höxter: Angeklagte verzichtet auf Revision

Angelika W. kurz vor der Urteilsverkündung im Bosseborn-Prozess

Horrorhaus Höxter: Angeklagte verzichtet auf Revision

  • Revision wird widerrufen
  • Urteil wäre rechtskräftig
  • 13 Jahre Haft

Angelika W. verzichtet nach dem Bosseborn-Prozess auf eine Revision. Das gab ihr Anwalt Peter Wüller am Dienstag (05.03.2019) bekannt. "Ich werde in Absprache mit meiner Mandantin noch in dieser Woche die Revision am Landgericht Paderborn widerrufen."

Fall nicht vor dem Bundesgerichtshof

Der Anwalt hatte zunächst Rechtsmittel eingelegt, sich aber nach Prüfung der jetzt schriftlich vorliegenden Urteilsbegründung gegen den Weg zum Bundesgerichtshof entschieden. Damit wäre das Urteil gegen die 50-Jährige rechtskräftig. Sie wurde im Oktober wegen Mordes durch Unterlassen zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Beide Urteile somit rechtskräftig

Damit wäre auch das zweite Urteil im Bosseborn-Prozess wirksam. Ihr Ex-Mann Wilfried W. nahm sein Urteil direkt beim Prozessende an. Über Jahre hatte das Ehepaar Frauen in Höxter-Bosseborn gequält. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben.

Stand: 05.03.2019, 15:25