Kreis Herford: Holocaustleugnerin Haverbeck erneut vor Gericht

Ursula Haverbeck im Gerichtssaal

Kreis Herford: Holocaustleugnerin Haverbeck erneut vor Gericht

  • Zwei Berufungsverfahren stehen an
  • Krankheit der Richterin sorgte für Verzögerung
  • Haverbeck sitzt derzeit in Bielefeld in Haft

Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho im Kreis Herford wird wohl im kommenden Jahr erneut vor Gericht stehen. Das haben die zuständigen Gerichte auf WDR-Anfrage am Montag (16.12.2019) bestätigt. Haverbeck hatte gegen zwei Urteile Berufung eingelegt.

91-Jährige leugnete Holocaust

2015 war die inzwischen 91-Jährige vom Amtsgericht Hamburg zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Sie hatte zuvor im NDR-Fernsehen den Holocaust geleugnet. Das 2018 angesetzte Berufungsverfahren wurde wegen einer Krankheit der Richterin abgesagt. Das Oberlandesgericht in Hamburg teilte auf WDR-Anfrage mit, die Richterin sei erst seit Sommer dieses Jahres wieder im Dienst. Man hoffe, die Verhandlung bald terminieren zu können.

Sechs Monate Haft wegen Volksverhetzung

Auch die Berufung im Berliner Verfahren steht noch aus. Haverbeck war dort vom Amtsgericht wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil sie auf einer Veranstaltung im Januar 2016 im Berliner Ortsteil Lichtenrade den Holocaust geleugnet hatte. Zur Zeit sitzt sie in Bielefeld eine zweieinhalbjährige Strafe ab.

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WDR 5 Politikum - Medienkolumne 19.06.2019 03:16 Min. Verfügbar bis 18.06.2020 WDR 5 Von Matthias Finger

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Stand: 16.12.2019, 08:07