Holocaust-Leugnerin: 89-Jährige muss ins Gefängnis

Ursula Haverbeck im Gerichtssaal

Holocaust-Leugnerin: 89-Jährige muss ins Gefängnis

  • Haftstrafe für Holocaust-Leugnerin
  • 89-Jährige scheitert mit Revisionsantrag
  • Gericht fand keine Rechtsfehler im Verfahren

Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula H. (89) muss in Haft. Sie scheiterte vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie im August 2017 wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft verurteilt hatte.

In dem Verfahren seien keine Rechtsfehler festgestellt worden, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag (13.02.2018). Damit sei das Urteil gültig.

Schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt

H. aus Vlotho (Kreis Herford) wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei.

Das Landgericht Detmold hatte Haverbeck im November 2017 zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Auch gegen dieses Urteil hat die 89-Jährige Rechtsmittel eingelegt. Hier muss das Oberlandesgericht Hamm in den kommenden Wochen als letzte Instanz die Entscheidung aus Detmold auf Rechtsfehler überprüfen.

Stand: 13.02.2018, 15:12