Bosseborn-Prozess: Urteil gegen Wilfried W. rechtskräftig

Spurensicherer am Haus in Höxter

Bosseborn-Prozess: Urteil gegen Wilfried W. rechtskräftig

  • Keine Revision: Verurteilter Wilfried W. muss in Haft
  • Noch keine Entscheidung zu Angelika W.
  • Zwei Frauen in Höxter zu Tode gequält

Im Fall der tödlichen Misshandlungen von Höxter-Bosseborn muss der verurteilte Wilfried W. endgültig hinter Gitter. Bei der ebenfalls verurteilten Angelika W. steht eine letzte Entscheidung dagegen noch aus.

Das Urteil gegen Wilfried W. im Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter ist rechtskräftig. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag (08.12.2018) berichtete, haben die Prozessbeteiligten auf eine Revision verzichtet. Das Landgericht Paderborn hatte den 48-Jährigen Anfang Oktober zu elf Jahren Haft wegen Mordes durch Unterlassen verurteilt.

Frauen nach Ostwestfalen gelockt

Im Fall der zu 13 Jahren Haft verurteilten Ex-Frau Angelika W. hat die Verteidigung dagegen Revision eingelegt. Das Landgericht hatte im Fall von Angelika W. strafmildernd die Kronzeugenregelung angewandt. Erst durch die umfassende Aussage der 49-Jährigen war der Tod eines der zwei Opfer in dem Haus in Höxter aufgeklärt worden, obwohl es keine Leiche gab. 

Über Jahre hinweg hatte das deutsche Paar Frauen mit Kontaktanzeigen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort seelisch und körperlich schwer misshandelt. Zwei Frauen aus Niedersachsen überlebten die Quälereien nicht.

Stand: 08.12.2018, 08:56