Bosseborn-Haus: Noch keine Versteigerung in Sicht

Bosseborn-Haus: Noch keine Versteigerung in Sicht

  • Bislang kein Einvernehmen der Behörden
  • Besitzer des "Horrorhaus" von Justizbehörden enteignet
  • Finanzbehörde prüft mögliche Verwendung

Die Versteigerung des sogenannten Horrorhauses in Höxter-Bosseborn kommt nicht voran. Der Grund dafür ist laut Staatsanwaltschaft Paderborn, dass die zuständigen Ministerien "noch kein Einvernehmen" erzielt hätten.

Enteignung durch die Justizbehörden

In dem bundesweit bekannten Haus hatte ein mittlerweile verurteiltes Paar mehrere Frauen misshandelt, zwei starben. Der darauf folgende Eigentümer hatte das Haus genutzt, um eine Drogenplantage anzulegen. Danach folgte die Enteignung durch die Justizbehörden.

Land hat Vorrang

Der BLB, ein Betrieb der Finanzbehörde, prüft seither, was mit dem Haus geschehen soll. Erst wenn das Land keine Verwendung hat, kann es die Staatsanwaltschaft versteigern. Finanz- und Justizministerium sind sich aber noch nicht einig geworden.

Abriss erwünscht

In Bosseborn will man seit langem einen Schlussstrich unter die Erinnerungen an das "Horrorhaus" ziehen: Medienberichten zufolge wollten Bürger das Haus kaufen und abreißen.

Stand: 03.02.2020, 06:02