Rollen bald Atommüll-Transporte nach Beverungen-Würgassen?

Rollen bald Atommüll-Transporte nach Beverungen-Würgassen?

Ist die Bahnstrecke nach Beverungen-Würgassen für Atommüll-Transporte ausgelegt? Dieser Frage wollen heute Vertreter der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung, BGZ, und Experten vor Ort nachgehen.

Für das geplante Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ist dieser Gleisanschluss erforderlich. Er war einer der Gründe, warum sich die BGZ für den Standort entschied.

Aber auf dem überwucherten Anschlussgleis vom ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen an die Bahnstrecke Bodenfelde-Ottbergen fährt seit Jahren kein Zug mehr.

Sanierung des Anschlussgleises

Die BGZ möchte diese Stecke mit einer neuen Weiche versehen, sanieren und wieder in Betrieb nehmen. Über das Anschlussgleis sollen nach dem Bau des geplanten Zwischenlagers in Beverungen-Würgassen nahezu alle Transporte per Güterzüge passieren.

Ein überwuchertes Bahngleis

Die schwach und mittelradioaktiven Abfälle aus ganz Deutschland will man ab 2027 über die Bahn nach Würgassen transportieren, neu sortieren und von dort ins Endlager Konrad nach Salzgitter befördern.

Unzufriedene Bevölkerung

Allerdings gibt es gegen dieses Vorhaben massiven Widerstand aus der Bevölkerung. Bürgerinitiativen und Anti-Atomkraftwerkorganisationen hatten sich zusammengetan, um gegen die Pläne zu protestieren. Rund 8.000 Menschen haben eine Online-Petition gegen das Zwischenlager in Würgassen unterschrieben.

Stand: 31.08.2020, 06:55

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